Äthiopien - Beratung zur Landschaftsrestauration und Erosionsminderung im Einzugsgebiet der Seen Abaya und Chamo

Das bergige Einzugsgebiet der Seen Abaya und Chamo ist geprägt von intensiver Landnutzung, speziell durch Beweidung und Landwirtschaft. Im Laufe der letzten 40 Jahre ist die Waldbedeckung in manchen Teilen sukzessiv um bis zu 50 % zurückgegangen, Weideflächen und Äcker sind stattdessen entstanden. Durch den hohen Nutzungsdruck sind weite Teile des Gebiets überweidet. Zu den Folgen zählen steigende Erosionsraten an den Hängen und Sedimentation in beiden Seen. Bodenmaterial, das nicht mehr durch Bäume, Sträucher und Gräser gehalten werden kann, wird durch Wasser und Wind abgetragen und entlang der Hänge in die Wasserkörper transportiert. Die Wasserqualität nimmt durch Sediment- und Nährstoffeintrag stetig ab, wodurch die Fischpopulationen gefährdet sind und die Süßwasservorräte beeinträchtigt werden.

 

Die Succow Stiftung erarbeitet mit Partnern der Universität Arba Minch ein Konzept zur Landschaftsrestauration und Erosionsminderung, um die Sedimentation der Seen und die Zerstörung der Seenökosysteme zu verhindern. Ziel ist es eine nachhaltige Landnutzungsplanung zu entwerfen, ausgehend von den Flächen, wo die Ursachen der Degradation am stärksten wirken. Dazu gehört eine Verbesserung des Weidemanagements, indem Zeitraum der Beweidung und Anzahl der Weidetiere pro Fläche in Absprache mit den Viehhaltern reguliert werden. Dies soll die Lebensgrundlage der Pastoralisten stärken und die wertvollen Ökosysteme und natürlichen Ressourcen erhalten. In dem Projekt werden außerdem konkrete Flächen für Aufforstung und Anpflanzung von erosionsmindernden Strukturen, z.B. Hecken und Gräsern, identifiziert.

 

Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)  und der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefördert.

 

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Projektkoordination:

Renée Moreaux, renee.moreaux(at)succow-stiftung.de