Georgien

Machbarkeitsstudie zur Unterstützung der Nominierung der Kolchiswälder und –moore als UNESCO Weltnaturerbe

Die Michael Succow Stiftung führt eine Machbarkeitsstudie für die Kolchischen Wälder und Feuchtgebiete durch. Dabei folgt sie einem methodischen Ansatz, der bereits für die Zentralkaukasus Region verwendet wurde. Er dient dazu, das Bewusstsein für die UNESCO Welterbekonvention und die Vorteile einer Weltnaturerbestätte für die Region in Georgien und vor allem rund um den zukünftigen Standort zu erhöhen. Das übergeordnete Ziel ist es, den Schutz von Kolchischen Schutzgebieten durch eine verstärkte internationale Anerkennung als Kolchis-Welterbestätte zu fördern.

 

Die Ökoregion Kaukasus umfasst eine Gesamtfläche von 580.000 km2 und ist eine der biologisch reichsten Regionen auf der Erde. Es ist eines von 34 "Biodiversitäts-Hotspots" (Caucasus Global Biodiversity Hotspot), identifiziert 2007 von Conservation International als der reichste und zugleich am stärksten bedrohter Reservoir des pflanzlichen und tierischen Lebens auf der Erde. Die Kolchischen Wälder und Feuchtgebiete sind humide pliozäne/pleistozäne Rückzugsgebiete und gehören zu den Ökosystem-Komplexen mit der längsten ununterbrochenen Existenz in gemäßigten euroasiatischen Breiten.

 

Zusammen mit dem Hyrcanischen Refugien in Aserbaidschan und Iran, sind diese Wälder und Feuchtgebiete ein Zentrum des Vegationsendemismus im Kaukasus in dem sich Pflanzengesellschaften aus der Tertiärzeit erhalten konnten (Ökoregionaler Umweltschutzplan für den Kaukasus, 2012). In den letzten zehn Jahren wurden große Anstrengungen unternommen, um die einzigartige Artenvielfalt dieser "Hot-Spots" in Georgien zu bewahren. Dennoch, trotz der erheblichen Anstrengungen für die Erhaltung der Artenvielfalt in Georgien, steht das Land nach wie vor großen Herausforderungen. Derzeit befinden sich im Südkaukasus nur etwa 14% der Wälder in den Schutzgebieten.

 

Seit 1992 ist Georgien eine Vertragspartei der Welterbekonvention. Die georgischen Behörden haben die Bedeutung der Unterstützung einer natürlichen oder gemischten Nominierung anerkannt. Dieses spiegelt sich in den nationalen Rechtsvorschriften und regionalen Plänen wider. Trotz des hohen Biodiversitätswerts, der reichen natürlichen Ökosysteme und der Aufnahme von vier natürlichen und gemischten Standorten in die Georgische Vorschlagliste, wurden bisher keine Natur- oder gemischte Stätten als potentielle UNESCO-Welterbe Stätte nominiert.

 

Dieses Projekt wird von der Michael Succow Stiftung in Zusammenarbeit mit dem WWF Kaukasus umgesetzt und wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, das Bundesamt für Naturschutz und das Umweltbundesamt im Rahmen des Beratungshilfeprogramms, das den Umweltschutz in Staaten Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus, Zentralasiens finanziert.

 

 

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Projektkoordination:

Marianna Nitusova, email: marianna.nitusova(at)succow-stiftung.de