Georgien

Studie zu Potentialen und Machbarkeit von UNESCO-Biosphärenreservaten

Bisher gibt es in Georgien kein einziges Biosphärenreservat. Doch die reiche natur- und kulturräumliche Ausstattung bieten dem Land gute Voraussetzungen, Biosphärenreservate einzurichten. Eine Arbeitsgruppe am georgischen Ministerium für Umwelt und Naturressourcenschutz treibt dieses Vorhaben derzeit (2015) voran. Mit dem Projekt der Internationalen Klimainitiative "Biosphärenreservate als Modellregionen für Klimaschutz und -anpassung - eine Studie zu Potential und Machbarkeit einer Ausweisung in Georgien" trägt die Michael Succow Stiftung dazu bei.

 

Als Teil des Biodiversitäts-Hotspots Kaukasus gehört Georgien zu einer der von Conservation International identifizierten 34 globalen Regionen, die höchste biologische Vielfalt der Erde aufweisen und gleichzeitig als besonders bedroht gelten. Die Biodiversität Georgiens ist am stärksten bedroht durch menschliche Eingriffe, insbesondere durch nicht nachhaltige Landnutzung. Wahrscheinlich wird der Klimawandel und seine Folgen diese Situation besonders in vulnerablen Regionen in den nächsten Jahren verschärfen.

 

Das Einrichten von UNESCO-Biosphärenreservaten (Man and the Biosphere Programm, MAB) soll Modellregionen für nachhaltige Entwicklung schaffen, die Schutz und Nutzung von Ressourcen vereinen. Sie sollen die sozial, ökonomisch und ökologisch nachhaltige Regionalentwicklung fördern. Biosphärenreservate können darüber hinaus Ansätze für Anpassung an den Klimawandel wie dessen Minderung sein. Mit der Bevölkerung sollen darin exemplarisch Best Practice-Konzepte entwickelt und demonstriert werden.

 

Das Projekt verfolgt erste Schritte auf dem Weg zur Einrichtung eines ersten möglichen Biosphärenreservates in Georgien. Zunächst schätzt ein Rapid Assessment das Potential verschiedener Regionen Georgiens ein, um eine geeignete Region für eine Machbarkeitsstudie zu identifizieren. Für das ausgewählte Pilotgebiet folgt eine detaillierte Machbarkeitsanalyse zur Ausweisung eines Biosphärenreservates.

 

Projektpartner vor Ort ist die georgische NGO NACRES ( Centre for Biodiversity Conservation & Research). Das Projekt wird im Programm “Capacity development for climate policy in the Western Balkans, Central and Eastern Europe and Central Asia, Phase II” der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GiZ) GmbH finanziert.

 

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Projektkoordination:

Sophie Hirschelmann, email: sophie.hirschelmann(at)succow-stiftung.de