Unsere Philosophie zu Habitatschutz und Schutzgebieten

Die Einrichtung von Schutzgebieten gehört von Anfang an zu den Arbeitsschwerpunkten unserer Stiftung. So ist es Michael Succow als letztem stellvertretenden Umweltminister der DDR noch kurz vor der Wende gelungen, weite Gebiete Ostdeutschlands für den Naturschutz zu sichern und als das „Tafelsilber der Einheit“ zu bewahren.

 

Diesen Ansatz haben wir beibehalten: "Windows of Opportunity" zu nutzen - mit dem Ziel des unabdingbaren Erhalts von Lebensräumen und Landschaften. Viele Länder öffneten sich in der Vergangenheit mehr und mehr dem Naturschutz. Dadurch konnten sowohl Nationalparke, als auch Biosphärenreservate eingerichtet werden.

 

Global betrachtet geht es uns vor allem darum, Stammlebensräume zu sichern. Liegt in Deutschland der Erhalt von Buchenwäldern in nationaler Verantwortung, so sind es in den Ländern des Ostens die dort typisch vorkommenden Habitate mit ihrem Kernareal. Das sind u.a. die winterkalten Wüsten und Halbwüsten Turkmenistans, die Lindenwälder der Rominter Heide, die Schlammvulkanlandschaften in Aserbaidschan oder die Moorlandschaften in Weißrussland und der Ukraine.

 

Biosphärenreservate sind für uns dabei eine gute Möglichkeit, den Menschen nicht aus der Natur auszuschließen, sondern ihn aktiv teilhaben zu lassen - mit dem Ziel, Natur durch angepasste Nutzung zu erhalten, mit ihr hauszuhalten. Naturschutz und ein gesundes Wirtschaftswachstum der jeweiligen Region, wie es gerade in den Ländern des Ostens notwendig ist, müssen sich nicht ausschließen.

 

Dank der langjährigen Bemühungen von Michael Succow, v.a. in den Transformationsländern Eurasiens (Russland, Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Kaukasus- Republiken, Mongolei) Schutzgebiete zu etablieren, sind auf diesem Gebiet mittlerweile einige Erfolge zu verzeichnen. Viele Nationalparke wurden gegründet. Allein in Aserbaidschan konnte die Michael Succow Stiftung zur Entwicklung und Einrichtung von sieben Nationalparken beitragen. In Kirgistan half der Stifter bei der Etablierung des Issyk Kul Biosphärenreservats, in Russland und Kasachstan bei der Ausweisung von Weltnaturerbestätten.