Initiative „Sauberer Ryck“

Wieder im Ryck baden gehen können, das wünschte sich 2015 OB-Kandidat Stefan Fassbinder schon im Wahlkampf und setzt sich – nun im Amt – mit der Initiative „Sauberer Ryck“ dafür ein. Die Michael Succow Stiftung wirkt darin in zweifacher Hinsicht mit: als Partner im Greifswald Moor Centrum und als Schnittstelle zur Greifswalder Agrarinitiative.

Koordiniert wird die Initiative "Sauberer Ryck" vom Büro des Bürgermeisters, Dr. Stefan Seiberling (ZFF, Uni Greifswald) und Georg Nikelski (Ostseestiftung). Am 6. Dezember 2016 diskutierten Fachleute u.a. der Universität, von Ämtern und Verbänden zusammen mit GMC- und Stiftungsmitarbeitern bei einem Symposium das aktuelle Wissen zum Status quo.

Hier die Beiträge des Symposiums:

Bei einer vorangegangenen Exkursion hatte sich das deutlich gezeigt: Der Oberlauf des Ryck ist stark technisch verändert, Ufergehölz ist selten. Es gelangen zu viele Nährstoffe aus gedüngten landwirtschaftlichen Flächen in den Fluss. Die Landwirte der Region sind also entscheidende Akteure, wenn sich am und im Ryck etwas tun soll. Hier bringt sich die Greifswalder Agrarinitiative ein, die sich gemeinsam mit Landeigentümern, Landnutzern und Wissenschaftlern der Universität Greifswald für eine nachhaltigere Landwirtschaft in der Region einsetzt.
Ein weiteres Problem: Viele der Nutzflächen befinden sich auf trockengelegtem Moor. Der durch Entwässerung des organischen Bodens freigesetzte Stickstoff belastet den Fluss ebenfalls stark. Deshalb trägt das Greifswald Moor Centrum Expertise zu Mooren und ihrer Nutzung bei. Denkbar ist eine alternative nasse Nutzung von Moorböden (Paludikultur) im Greifswalder Umland. Diese könnte Nährstoffprobleme lindern und Biomasse von Moorböden liefern, die sich als Bau- oder Brennstoff verwerten lässt.

Neben der Entwicklung von Renaturierungs- und Ausgleichsmaßnahmen will die Initiative nun auch die Öffentlichkeit einbeziehen. Angedacht sind Pflanzaktionen am Ufer, die Stadt plant einen Fotowettbewerb und einen „Rycktag“ für 2017.