Iran

Anpassung an den Klimawandel von Gemeinden im Dena Biosphärenreservat

Das Dena Biosphärenreservat (BR) befindet sich im Westen des Irans und ist eines von zehn Reservaten des Landes. Die Gebietsgrenzen erstrecken sich über die drei Provinzen Isfahan, Kohgilouyeh-Boyerahmad und Charmahal-Bakhtiary. Diese umfassen 255,537 ha des Zâgros-Gebirges. Das Reservat weist eine bedeutende Biodiversität auf. Es beheimatet eine große Bandbreite höherer Gefäßpflanzen sowie verschiedene bedrohte und endemische Tierarten. Darüber hinaus war das Dena-Gebirge über Jahrtausende der Ursprungsort für verschiedene Stämme und begründete damit eine besondere kulturelle Vielfalt.

 

Eine Reihe von Faktoren bedrohen derzeit die Tierwelt und das Ökosystem des Biosphärenreservats. Die Folgen des Klimawandels verschärfen die Situation. Die Landnutzung ist geprägt durch eine Vielzahl von Interessen. Eine mangelnde Einbindung von lokalen Akteuren und Gemeinden hat im Biosphärenreservat zu einer zu starken Degradation und komplexen Konflikten geführt. Aufgrund der Abhängigkeit von den natürlichen Ressourcen, einhergehend mit örtlich verbreiteter Subsistenzwirtschaft, ist die Lage für die Gemeinden besonders kritisch.

 

Das Projekt „Anpassung an den Klimawandel von Gemeinden im Dena-Biosphärenreservat; Steuerung partizipativer Landnutzungsplanung in der Kohgilouyeh Boyerahmad Region“ soll im Biosphärenreservat die Nachhaltigkeit fördern, indem es Naturschutzerfordernisse und Maßnahmen zur Anpassungen an den Klimawandel auf Ebene der Dorfbevölkerung festlegt. Mittels Schulungen und ausgearbeiteter Landnutzungspläne sollen die Bewohner von sechs Dörfern für die Folgen des Klimawandels sensibilisiert und das Verständnis für nachhaltige Wasser- und Landnutzungsformen verbessert werden. Dadurch können die Probleme, ausgehend von Überweidung, Abholzung und Wasserknappheit, besser bekämpft und den Herausforderungen des Klimawandels souveräner begegnet werden. Die Erfahrungen daraus sollen in das Managementkonzept des Dena-Biosphärenreservats einfließen und seine Steuerung optimieren.

 

Während des Projektzeitraumes von einem Jahr werden diverse Workshops mit dem Schwerpunkt nachhaltige Ressourcennutzung und Klimawandelanpassung in jedem der sechs Dörfer abgehalten. Diese richten sich im Besonderen an Frauen und jüngere Menschen, aber auch an die Ranger des Dena-Biosphärenreservats. Durch moderierte Diskussionen und Partizipation können Landnutzungskonzepte entwickelt werden und Organisationen aus dem Gemeindekollektiv (community-based organizations (CBO)) etabliert und unterstützt werden. Ebenfalls sollen die Trainings Alternativen zu den bestehenden aber weniger nachhaltigen Nutzungsformen aufzeigen.

 

Die Ergebnisse aus der Zusammenarbeit in den Gemeinden fließen abschließend in den Managementplan für das Biosphärenreservat ein, der Februar 2017 dem MAB-Komitee und dem DoE vorgelegt wird.

Das Projekt wird finanziert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Die Implementierung erfolgt durch die Michael-Succow-Stiftung (MSF) und der Payeshgaran Mohitezist Association (PAMA).

 

 

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Projektkoordination:

Morvarid Kamali, email: morvarid.kamali(at)succow-stiftung.de