Kasachstan

Kohlenstoffsenke Steppenböden

„Das Kohlenstoffsenkenpotential Eurasischer Steppenböden in Abhängigkeit von Landnutzungsmustern“

 

Die humusbildenden Böden der Steppen spielen im globalen Kohlenstoffkreislauf eine wichtige Rolle, ihr Beitrag zur Kohlenstoffspeicherung scheint jedoch bisher stark unterschätzt. Allein in Kasachstan werden 1,1 Millionen km2 Fläche durch diese Böden eingenommen. Am Beispiel von Kasachstan wurde im Projekt eine großflächige Quantifizierung und Bilanzierung des Kohlenstoffsenkenpotentials von Steppenböden durchgeführt. In Abhängigkeit von den Eigenschaften verschiedener Steppentypen sowie deren Nutzungsgradienten wurden konkrete Bodenkohlenstoffwerte ermittelt.

 

Zum Erreichen dieser Ziele wurde eine umfangreichen Metastudie durchgeführt, welche systematisch bereits bestehende Forschungsprojekte zu diesem Thema aufarbeitete. Im Sommer 2011 fand eine 6-wöchige Feldkampagne in Kasachstan statt, bei der das C-Sequestrierungspotenzial verschiedener Boden- und Steppentypen, in Abhängigkeit von den jeweiligen Landnutzungsmustern entlang eines Transektes analysiert und bewertet wurde. Anhand einer Extrapolation der untersuchten Flächen wurde anschließend eine großräumige Abschätzung des möglichen Kohlenstoffsenkenpotenzials in Kasachstan und Südrussland gemacht und Empfehlungen zum Steppenschutz und zur Schutzgebietsentwicklung gegeben.

 

Darüber hinaus wurden kasachische Wissenschaftler an die aktuelle Klimadebatte, insbesondere in Hinblick auf die ökosystemare Bedeutung der Steppenböden und deren Eigenschaften als Kohlenstoffsenke, herangeführt und ein besseres Verständnis von regionalen Nutzungs- und Schutzoptionen der Steppengebiete wurde geschaffen.

Im Rahmen der nationalen Klimastrategie Kasachstans sollen in Zukunft weitere Potenziale einer möglichen Vermarktung von C-Zertifikaten durch eine klimaschonende Landnutzung erarbeitet und neue wirtschaftliche Optionen geschaffen werden.

 

Das Projekt wurde im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH finanziert. Partner vor Ort war die Fakultät für Naturwissenschaften der Eurasischen Universität Astana in Kasachstan.

 

tl_files/img/logos/BMU_Web_de_WBZ.gif tl_files/img/logos/giz_logo.png