Michael Succow



Persönliche Daten

21. April 1941 als Sohn eines Landwirts in Lüdersdorf bei Bad Freienwalde in der Mark Brandenburg geboren
1960 - 1965 Biologie-Studium an der Universität Greifswald, Abschluß als Diplom-Biologe
Familienstand seit 1965 verheiratet; 2 Töchter

 

 




Beruflicher / Wissenschaftlicher Werdegang

1965 - 1969 Wissenschaftlicher Assistent am Botanischen Institut der Universität Greifswald
1968 Im Zusammenhang mit dem “Prager Frühling” Verweigerungshaltung; das Ausscheiden aus der Universität war die Folge (Juli 1969)
7/1969 - 12/1973 Tätigkeit als Standorterkunder, später Brigadeleiter im VE Meliorationskombinat Bad Freienwalde
1970 Promotion mit dem Thema „Die Vegetation der nordmecklenburgischen Flußtalmoore und ihre anthropogene Umwandlung“ an der Universität Greifswald mit “summa cum laude”
1973 Mehrmonatiger Spezialisteneinsatz als Bodenkundler in der Mongolei
1974 - 1990 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bodenkundlichen Institut der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR (später Bereich Bodenkunde/Fernerkundung des Forschungszentrums für Bodenfruchtbarkeit der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften)
1981 Verteidigung der Habilitationsschrift “Landschaftsökologische Kennzeichnung und Typisierung der Moore der DDR“ an der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften
1984 Facultas docendi an der TU Dresden für das Fachgebiet Landschaftsökologie und Landschaftsplanung
1987 Ernennung zum Professor der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften der DDR
1987 - 1989 Mehrmaliger Einsatz in Äthiopien im Auftrag von Consulting-Unternehmen der DDR zur Erarbeitung von Landnutzungsprojekten
15.1. – 15.5.1990 Auf Drängen der Bürgerbewegung Stellvertreter des Ministers für Natur-, Umweltschutz und Wasserwirtschaft der DDR; verantwortlich für Ressourcenschutz u. Landnutzungsplanung (Ergebnis: Das Nationalparkprogramm der DDR wird in Gang gebracht, ebenso Ansätze für die Ökologisierung der Landwirtschaft/Landnutzung)
6/1990 - 2/1991 Gast-Professur für “Angewandte Ökologie” an der Technischen Universität Berlin
1990/91 Projektleitung für ein Nationalparkprogramm in Georgien im Auftrag von WWF International
3/1991 - 10/1992 Berater des brandenburgischen Umweltministers Matthias Platzeck und Leiter des Aufbaustabes der „Landesanstalt für Großschutzgebiete“ bei der Landesregierung Brandenburg
10/1991 - 10/1992 Lehrstuhlvertretung für das Fach Ökologie der Universität Greifswald
Oktober 1992 Berufung zum Universitätsprofessor an den Lehrstuhl für Geobotanik und Landschaftsökologie und zum Direktor des Botanischen Institutes und Botanischen Gartens der Universität Greifswald. Einwerbung von 4 Stiftungsprofessuren und auf dieser Basis ab 1996 Aufbau eines eigenen Studienganges Landschaftsökologie und Naturschutz mit internationaler und interdisziplinärer Ausrichtung. Moorkundliche sowie landschaftsökologisch-naturschutzorientierte Forschungstätigkeit im In- und Ausland.
Das bedeutet (bereits ab 1990) Arbeit in Transformationsländern des Ostens, der Mongolei und China, um dort Naturschutzgroßprojekte zu initiieren: UNESCO-Weltnaturerbe-Gebiete in Kamtschatka, im Lena-Delta und in Karelien, Biosphärenreservate der UNESCO in Kyrgisistan, Kasachstan und Usbekistan sowie Nationalparke in der Mongolei, in Georgien, in Rußland und Weiß-Rußland. Seit Gründung der Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur Mithilfe in der Republik Aserbaidschan bei der Umsetzung eines Nationalparkprogramms
Juni 2006 Den veränderten Aufgabenstellungen entsprechend erfolgt die Umbenennung des Botanischen Instituts und Botanischen Gartens in Institut für Botanik und Landschaftsökologie & Botanischer Garten
31.10.2006 Mit Eintritt in den Ruhestand Beendigung der langjährigen Arbeit in Lehre und Forschung an der Universität Greifswald und Fortsetzung seines Engagements für den Naturschutz im Rahmen der Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur. Die weitere Zusammenarbeit mit "seiner" Universität und insbesondere die Biologie wird er auch weiterhin unterstützend begleiten. Aus diesem Grunde wurde eine Kooperationsvereinbarung zwischen Universität und Michael Succow Stiftung abgeschlossen.

 

 



Ehrungen

2015 Ehrenpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
2015 Hans-Carl-von-Carlowitz-Nachhaltigskeitspreis 2015 in der Kategorie "National"
2015 Bundesverdienstkreuz am Bande
2012 Ehrensenatorwürde der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE)
2011 Tourismuspreis Mecklenburg-Vorpommern
2011 Ehrenmitglied der "International Mire Conservation Group"
2011 Ehrenmitglied des "Botanischen Vereins von Berlin und Brandenburg"
2006 Ehrenmitglied der "Society for Ecological Restoration International"
2006 Rubenow-Medaille der Universitäts- und Hansestadt Greifswald
2005 Träger der C.A. Weber-Medaille der Deutschen Gesellschaft für Moor- und Torfkunde (DGMT)
2005 Verdienstorden des Landes Brandenburg "Roter-Adler-Orden"
2004 Ehrenprofessor der Kirgisischen Agraruniversität Bischkek
2001 Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
2001 Goldener Baum - Umweltpreis der Stiftung für Ökologie und Demokratie e.V.
2000 URANIA - Medaille für besondere Leistungen in der wissenschaftlichen Volksbildung
1997 Alternativer Nobelpreis der Right Livelihood Award Foundation in Stockholm. Das Preisgeld bildete den finanziellen Grundstock der Michael Succow Stiftung zum Schutz der Natur.
1992 Binding-Preis für Natur und Umweltschutz in Vaduz
1992 Bruno–H.–Schubert - Preis in Frankfurt/Main
1991 Hans-Klose-Preis der Stiftung F.V.S. Hamburg

1991

1990

Deutscher Kulturpreis 1990 für das Nationalparkprojekt "Unteres Odertal" (Deutsch-Polnischer Nationalpark)

Lina-Hähnle - Medaille des Naturschutzbundes Deutschland (NABU)