Unsere Philosophie einer nachhaltigen Landnutzung

Die wachsenden Bedürfnisse einer wachsenden Menschheit zu befriedigen und dabei gleichzeitig den Naturhaushalt zu sichern, stellen gegenwärtig für die menschliche Zivilisation die wohl größten Herausforderungen dar.

 

Die Zusammenführung von Naturschutz und landwirtschaftlicher Produktion auf Moorflächen ist möglich und als Ansatz einer dauerhaft umweltgerechten Wirtschaftsweise in der Praxis einsetzbar.
Paludikultur - das von der Universität Greifswald entwickelte Konzept der "nassen Landwirtschaft" ist für uns eine Möglichkeit den Arbeitsplatz Natur zu erhalten, ohne ihn zu degradieren.


Mehr als 15 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche in der Norddeutschen Tiefebene sind Niedermoore, die durch Entwässerung und Umbruch zu Gunsten höchstintensiver Bewirtschaftung degradiert wurden. Sie setzen durch Torfzehrung eine signifikante Menge an Treibhausgasen frei und stellen eine Nährstoffbelastung für Grundwasser und Boden dar. Eine alternative und rentable Nutzung von wiedervernässten Niedermooren ist - wie diverse Forschungsvorhaben gezeigt haben - mit einem Gewinn für Klima, Biodiversität und die Etablierung lokaler Wertschöpfungsketten möglich.


Aus diesem Grund beschäftigen wir uns innerhalb der Stiftung mit den Möglichkeiten des Anbaus von Seggen, Schwarzerlen und Schilf auf wiedervernässten Mooren zur Gewinnung von Biomasse zur Energieerzeugung, als Nutzholz und zum Einsatz in anderen Baumaterialien.

Weitere Informationen unter: www.paludikultur.de