Aktuelles

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UNESCO MAB-Programm im Südkaukasus

16. 11. 2017, 14:41 von KW

Teilnehmer der von der Stiftung in Inhalt und Moderation gestalteten Konferenz kamen aus Regierungen, Regionalvertretungen und NGOs der Länder Armenien, Aserbaidschan und Georgien. Planung, Entscheidungsprozesse und Umsetzung im MAB-Programm waren Themen der Regionalkonferenz. Auch Beispiele existierender UNESCO-Biosphärenreservate wurden vorgestellt. Prof. em. Michael Succow hielt eine Impulsrede, Petr Cupa vom UNESCO MAB Advisory Committee referierte zu den technischen Grundlagen des Programms, Mireille Jardin vom französischen MAB-Komitee erklärte rechtliche Rahmengestaltung und institutionelle Strukturen im Management von BRs. Bei der Regionalkonferenz, veranstaltet von der GIZ, dem Regional Environmental Centre for the Caucasus, der Michael Succow Stiftung und der KfW, entstanden neue Ideen zum MAB-Programm in den drei vertretenen Ländern des Südkaukasus.

Moore auf der COP23 - Woche II

13. 11. 2017, 11:30 von NK

Moorrestauration in Russland ist eines der größten Wiedervernässungsprojekte weltweit. Durchgeführt von Weltlands International und der Michael Succow Stiftung (Partner im Greifswald Moor Centrum) mit weiteren Partner (u.a. Universität Greifswald) beugt es erfolgreich Torfbränden und daraus entstehenden Gesundheitsschäden der lokalen Bevölkerung im europäischen Teil Russlands vor. Gleichzeitig mindert das Projekt Treibhausgasemissionen. Das UN-Klimasekretariat zeichnet das Projekt als eine von 19 wegweisenden Initiativen mit seinem United Nations Momentum for Change Climate Solutions Award als Leuchtturmprojekt aus. Wetlands International und die Michael Succow Stiftung werden das Projekt während des derzeitigen Klimagipfels in Bonn (COP23) bei einem Runden Tisch der UN am Montag 13. November präsentieren. Die feierliche Auszeichnung der 19 Gewinner des 2017 Momentum for Change Award folgt am 14. November.
Das GMC ist an fünf Veranstaltungen auf der Konferenz direkt beteiligt, weitere zwölf moorbezogene Veranstaltungen finden durch unsere Partner in der Global Peatlands Initiative statt. Unsere Side events in der ersten Woche diskutierten eine verbesserte Kooperation der globalen Konventionen zu Mooren und die verstärkte Einbindung der lokalen Bevölkerung in Moorschutz.
Am 15. November veranstaltet die Global Peatlands Initiative ein hochrangiges Event Good peatland governance to strenghten economic, social and ecosystem resilience mit Vertretern verschiedener Regierungen zu Mooren ab 16:45 Uhr (Meeting room 10, Bonn Zone). Sie präsentiert dort das "Rapid Response Assessment on peatlands", an dem das GMC maßgeblich mitgearbeitet hat.

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Stiftung gegen Blei

13. 11. 2017, 11:21 von NK

Gerade läuft EU-weit ein Konsultationsverfahren zum Verbot von Bleimunition in Feuchtgebieten und Gewässern. Auch die Michael Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, hat daran teilegenommen. Sie plädiert dafür, dass in Feuchtgebieten und Gewässern innerhalb der Europäischen Union Bleimunition nicht mehr eingesetzt werden darf. Der Einsatz von Bleimunition belastet Böden und Grundwasser, gerade in Feuchtgebieten kommt es zu einer massiven Belastung von Wasser- und Greifvögeln, die Reste von Bleimunition über ihre Nahrung aufnehmen. EU-weit geraten bis zu 7800 t Blei jährlich in Feuchtgebieten und führen direkt oder indirekt zum Tod von 0,4 - 1,5 Millionen Wasservögeln.

Moore auf der COP23 - Woche I

6. 11. 2017, 10:30 von KW

Während des internationalen Klimagipfels in Bonn (UNFCCC COP23) setzt das Greifswald Moor Centrum, in dem die Michael Succow Stiftung Partner ist, seine Expertise auf mehreren Side events ein, um das Potential intakter Moore für den Klimaschutz zu verdeutlichen. Am 6. November referierte Dr. Franziska Tanneberger zu Mooren als Kohlenstoffspeicher und Emittenten von CO2 auf Towards a new compact on peatlands for climate protection. Das von Bundesagentur für Naturschutz (BfN) gemeinsam mit FAO, UNEP, NABU und anderen organisierte Side event begann um 10 Uhr im Deutschen Pavillon. Am 10. November um 16:45 Uhr berichten das Greifswald Moor Centrum und Wetlands International beim Side event Urgent need for local action to sustain peatlands globally zum drängenden Erhalt der Moore weltweit. Neben multinationalen Konzernen spielen lokale Gemeinschaften dabei eine zentrale Rolle. Diese gilt es bei einem zukunftsfähigen Landmanagement zu unterstützen. Jan Peters stellt Strategic environmental dialogues on Caribbean coastal peatlands vor. Das Projekt der Michael Succow Stiftung setzt sich ein für die Erkundung der karibischen Küstenmoore zum Schutz gegen extreme Wetterereignisse. In der zweiten Woche der COP23 ist das Greifswald Moor Centrum Teil eines hochrangigen Side events der Global Peatlands Initiative am 15. November. Zur weiteren Information hier ein Kalender wichtiger Veranstaltungen mit Moorbezug auf der COP23.

8000 Kraniche

26. 10. 2017, 12:18 von KW

Auf ihrem Weg nach Süden rasten und übernachten die Kraniche entlang der Boddenküste. Auch die stiftungseigenen Karrendorfer und Frätower Wiesen bieten ihnen mit den seichten Wasserflächen ein geschütztes Rückzugsgebiet für die Nacht. Kein Wunder, dass Stiftungsmitarbeiter an einem Abend Mitte Oktober etwa 8000 Tiere zählten, die über die Gristower Wiek und und Frätow in Richtung Karrendorfer Wiesen zogen.

Mythen, Moorbrand, Malaria

25. 10. 2017, 10:33 von NK

 

Gottes Geist und Klimazertifikat - beides hat mit Moor zu tun, zeigt Moorprofessor und Bibliophil Hans Joosten während der dritten Runde der Literaturabende in der Greifswalder Moorbibliothek. Inspiriert von den vier Elementen in antiker Philosophie und Bibel wirft er einen Blick auf ihr Entstehen zwischen Erde und Wasser in Schöpfungsmythen. Von Feuer im Moor gibt es historisch wie heute - von Feuerland bis Indonesien - viel zu erzählen. Ebenso von dortiger Luft: Die Malaria sah man aus schlechten Moordämpfen steigen, heute verkaufen sich auf nassen Flächen eingesparte Treibhausgase in Kohlenstoffzertifikaten. Auch an den dunklen Herbst- und Winterabenden des Wintersemesters 2017/18 präsentiert Moorkundler und Bibliophil Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten Bücher aus den Beständen der jungen Greifswalder Moorbibliothek (Peatland and Nature Conservation International Library, PeNCIL). Anmeldungen sind möglich per E-mail an bibliothek@greifswaldmoor.de.

 

UN-Klimaschutz-Preis 2017 gewonnen

13. 10. 2017, 13:15 von NK

Die Michael Succow Stiftung freut sich: Moorrestauration in Russland wird als eines von 19 Leuchtturm-Projekten 2017 der UN-Klimarahmenkonvention ausgezeichnet! Im Projekt, durchgeführt von Michael Succow Stiftung und Wetlands International, werden Moore in Russland wiedervernässt. Dies beugt Bränden vor und verringert den Ausstoß von Treibhausgasen.
460 Bewerbungen gab es um die „Momentum for Change“-Auszeichnung, die das UN-Klimasekretariat ins Leben gerufen hat. 19 werden beim UN-Klimagipfel (COP23) im November in Bonn als innovativste, praktischste und vorbildhafteste Beispiele geehrt, mit deren Hilfe sich Menschen auf der ganzen Welt dem Klimawandel entgegen stellen.

CADI bei Wüsten-COP der UN

12. 9. 2017, 20:13 von KW

Winterkalte Wüsten müssen geschützt werden! Dafür setzt sich das Projekt Central Asian Desert Initiative (CADI) von Michael Succow Stiftung und Partnern ein. Auf der diesjährigen Vertragsstaatenkonferenz der UN Wüstenkonvention (COP13 UNCCD, 06.-16.09.2017) in Ordos /China veranstaltete CADI dazu ein Side-Event.

Die CADI Projektpartner – neben der Michael Succow Stiftung die Universität Greifswald und die FAO – informierten über Ziele und Stand der Umsetzung von CADI. Schwerpunkt war eine Diskussion über das Einrichten eines CADI Sekretariates, das Aktivitäten zum Schutz der winterkalten Wüsten Zentralasiens auch nach Ende der Projektförderung koordinieren und umsetzten wird. Die hierbei gesammelten Vorschläge werden genutzt, um verschiedene Varianten einer effektiven und politisch getragenen institutionellen Struktur zu entwerfen und umzusetzen.

Der Side-Event stieß auf großes Interesse – neben Vertretern der in CADI involvierten Staaten diskutierten auch Experten weiterer Staaten, wie Kirgistan und Tadschikistan, mit und regten eine Beteiligung an einem zukünftigen CADI-Sekretariat an. Moderiert wurde der Workshop vom CADI Projektpartner FAO.

 

 CADI-Side event bei der UN-Wüstenkonferenz in Ordos/china (Foto: Christian Welscher)    CADI-Side event bei der UN-Wüstenkonferenz in Ordos/china (Foto: Christian Welscher)