Newsletter 02/2018

Feier den Bodden!

1200 Gäste in Sommerlaune kamen zum diesjährigen Fest der Biologischen Vielfalt unter dem Motto "Feier den Bodden!", das die Succow-Stiftung am 22. Juli im Freilichtmuseum Klockenhagen veranstaltete. Mitmach-Aktionen und Unterhaltung passten zum Thema - etwa Pflanzentinte selbst herstellen, Insektenhotels mit Schilf basteln oder das Kurzfilm-Kino "Das Rätsel der Seegraswiese".

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Auf der Bühne führten die prominenten Moderatorinnen Ina Lebedjew (NDR) und Victoria Herrmann (MDR) schwungvoll durch das Programm mit Konzerten, Theater und Interviews zu Naturschutz und ökologische Landwirtschaft am Bodden. Höhepunkt war die Verleihung des Wanderpokals im Wettbewerb "Ort der Biologischen Vielfalt": Diesen übergab Andrea Gollan, Gewinnerin des letzten Jahres vom Hof Buschenhagen, an Anke Braumann und den Hof Salomon, die sich für den Erhalt der Ralower Salzwiesen auf Rügen einsetzen.

Mehr Moor – Nachrichten zu Moor- und Klimaschutz

Auf Estnisch, Lettisch, Litauisch

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Infomaterial zu Paludikultur gibt es jetzt auch in den baltischen Sprachen und kostenfrei zum Download. Flyer zu Paludikultur gibt es jetzt zum Download auf Estnisch, Litauisch sowie in Lettisch separat zu Paludikultur auf Hochmoor und Paludikultur auf Niedermoor. Das Infomaterial der Succow Stiftung und des Greifswald Moor Centrum wurde im EUKI-geförderten Projekt Paludikultur in den baltischen Staaten - Potential für Klimaschutz durch wirtschaftliche Nutzung wiedervernässter Moore durch die baltischen Partner übersetzt.

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Das Projekt untersucht, welche entwässerten Moorflächen im Baltikum wiedervernässt und nachhaltig nass genutzt werden könnten. Damit ließen sich CO2-Emissionen mindern, alternative Einkommensmöglichkeiten schaffen und Moore als Lebensraum erhalten. Das Infomaterial wurde Ministerien, Verbände und Forschungseinrichtungen der baltischen Staaten vorgestellt und ist auf großes Interesse gestoßen.

Moore in der zukünftigen EU-Agrarpolitik - Auswirkungen für Mensch, Natur und Klima

Warum Moore in der gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) der Europäischen Union ab 2021 berücksichtigt werden müssen, hat das Greifswald Moor Centrum, in dem die Succow Stiftung Partner ist, in einem Informationspapier zusammengestellt. Anlass sind der Reformvorschlag zur GAP, den die Europäische Kommission im Juni vorgelegt hat und die jetzt in Deutschland und weiteren EU-Mitgliedsstaaten anstehenden Diskussionen zur Weiterentwicklung der GAP. 

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Klimaschutz und andere Umweltaspekte sollen dabei im Vordergrund stehen. Die Neuorientierung der landwirtschaftlichen Nutzung von Moorböden bietet hierfür ein besonderes Potential: Essentiell sind hohe Wasserstände, um die Freisetzung von Treibhausgasen zu minimieren und den Bodenverlust zu stoppen. Dafür ist die Definition einer auf Moorböden ausgerichteten Guten fachlichen Praxis sowie die gezielte Förderung einer nachhaltigen Nutzung auf Mooren (‚Paludikultur‘) in der 1. und 2. Säule der GAP notwendig. Weitere Details finden Sie im Informationspapier zur Rolle der Moore in der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2021.

Info-Veranstaltung Moornutzungsalternativen im Schwäbischen Donaumoos

In einer Infoveranstaltung am 13. Juli in Leipheim präsentierten die Arbeitsgemeinschaft Donaumoos, das Projekt MoorDialog der Succow Stiftung und des GMC und das Projekt MOORuse der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf Beispiele von Nutzungsalternativen für nasse Moore. Ein ausführlicher Bericht zur Informationsveranstaltung von Ulrich M. Sorg (Dipl. Ing. Landespflege; Landschafts- und Natur-Wirk-Netze) steht hier mit dessen freundlicher Genehmigung zur Verfügung.

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Im Schwäbischen Donaumoos arbeitet die ARGE seit 25 Jahren gemeinsam mit dortigen Landnutzern an Lösungen, um Problemen wie Torfzersetzung, Sackung, stets steigende Erhaltungskosten und - vor allem - extrem hohen Emissionen an CO2 (und auch N2O) zu begegnen. Diese sind auch dort immer deutlicher werdende Folgen von Entwässerung und intensiver landwirtschaftlicher Nutzung in den vergangenen Jahrzehnten.

Schutzgebietsentwicklung – Nachrichten aus den internationalen Projekten

Exkursionsführer jetzt online!

Jetzt online und kostenfrei downloadbar: Für Halbwüsten und Schlammvulkane in den Ebenen Aserbaidschans bis zu alpinen Matten und Weiden im Großen Kaukasus bietet der Landscape-ecological Excursion Field Guide wissenschaftliche Informationen, Karten und GPS-Daten. Er enthält detaillierte Beschreibungen von Vegetation, Boden und Landnutzung in einem Transekt von Küstengebieten am Kaspischen Meer bis zur alpinen Zone des Großen Kaukasus. Die Zusammenstellung ermöglicht es, Exkursionen – insbesondere für Studierende – entlang des Feldführers zu organisieren. Er basiert auf einer landschaftsökologischen Sommerschule für deutsche und aserbaidschanische Studenten, durchgeführt von der Succow Stiftung und Projektpartnern.

Kick-off für IKI-Projekt am Amu Darya

Das neue Projekt stärkt ein kürzlich eingerichtetes Biosphärenreservat am Unterlauf des Amu Darya zur ökosystem-basierten Anpassung an den Klimawandel. Sechs Jahre haben die bilateralen Verhandlungen der Regierungen Usbekistans und Deutschlands über den Rahmen der Umsetzung eines Projektes der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) in Usbekistan gedauert. Daher ist es nicht genug zu würdigen, dass am 11. Juni der Kick-off Workshop für den Beginn des IKI Amu Darya Projektes durch die GIZ und die Michael Succow Stiftung durchgeführt wurde. 

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Das Projekt zielt auf ökosystem-basierte Anpassung und die Stärkung des Management eines kürzlich eingerichteten Biosphärenreservates am Unterlauf des Amu Darya in Usbekistan. Gleichzeitig kam das dreijährige Projekt zur nachhaltigen Land- und Wassermanegement der Auwälder (Tugai) am Amu Darya, gefördert durch das Deutsche Ministerium für Wirtschafliche Zusammenarbeit und Entwicklung zu einem erfolgreichen Ende. Die Akivitäten des nun beendeten Projektes haben solide Grundlagen entwickelt, die nun im Folgeprojekt der IKI in den nächsten zweieinhalb Jahren aufgegriffen werden.

Flora Zentralasiens wird virtuell

Aus verstaubten Kladden in hohe Auflösung - das neue Stiftugsprojekt CAViF digitalisiert die weltweit größte Herbarsammlung zentralasiatischer Pflanzen. Das Projekt Central Asian Virtual Flora (CAViF) sichert die verstaubenden 1,5 Mio Herbarbelege des Zentral-Herbariums in Tashkent (TASH) aus 170 Jahren Feldforschungshistorie von Botanikern aus aller Welt in Zentralasien für nachfolgende Generationen. Ein Team Greifswalder Botaniker und Datenbankspezialisten wird das TASH bei der langjährigen Digitalisierung der Daten unterstützen und Fachkräfte am TASH trainieren. 

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Dadurch wird dieser einzigartige Schatz bewahrt und einer breiten Gemeinschaft von internationalen Wissenschaftlern, Naturschutzpraktikern aber auch Hobbyfloristen zur Verfügung stehen. Die Flora Usbekistans besteht aus mindestens 4.350 Arten einheimischer Gefäßpflanzen, darunter eine große Anzahl von ökonomisch relevanten, endemischen oder bedrohten sowie kulturgeschichtlich herausragenden Arten. Rund 400 Arten sind als national endemisch identifiziert. Das Projekt wird im Rahmen des Förderprogrmmes „Pilot measures for partnerships in science, research and education with the Central Asian and South Caucasus countries“ umgesetzt, finanziert durch das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Mehr Schutz für Karpatenurwälder

Ukrainische Experten haben eine Methode zur Bestimmung von Waldgebieten zu alten Wäldern und Urwäldern entwickelt, unterstützt von der Succow Stiftung und Partnern. Diese hat das Ministerium für Ökologie und natürliche Ressourcen der Ukraine Mitte Juni bestätigt.

 

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Das gilt als wichtiger Schritt, um das Netz von Schutzgebieten in der Ukraine zu erweitern und die Urwälder zu erhalten. Bisher gibt es in der Ukraine etwa 100.000 ha Wald, der entweder als ‚alter Wald‘ oder als Urwald bezeichnet werden kann. Nur etwa die Hälfte ist als Nationalparks, Biosphärenreservate und Naturschutzgebiete geschützt. Für den erweiterten Schutz setzt sich die Michael Succow Stiftung mit Partnern seit zwei Jahren im Projekt Identifizierung und Schutz von alten Wäldern und Urwäldern in den ukrainischen Karpaten ein. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit als Förderer hat das gemeinsame Projekt kürzlich für acht Monate verlängert.

Zukunftsfähige Landnutzung

Save the date

Vom 10.-11. Oktober 2018 geht es bei der Abschlusstagung des Projektes „Die Greifswalder Agrarinitiative“ um die gemeinsame Verantwortung für Naturschutz in der Agrarlandschaft. Bei der zweitägigen Tagung unter dem Titel „Land-Eigentümer und Land-Wirte im Dialog - gemeinsam Verantwortung für Naturschutz in der Agrarlandschaft“ will die Greifswalder Agrarinitiative Ergebnisse des gleichnamigen Projekts präsentieren, das die Deutsche Bundesstiftung Umwelt finanziert hat. 

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Eigentümer, Nutzer und Pächter von Flächen sind wie Naturschutz- oder Landwirtschaftsorganisationen, Wissenschaftler und Politiker eingeladen, Möglichkeiten für eine nachhaltigere regionale Landwirtschaft zu diskutieren. In einem öffentlichen Abendvortrag (10. Oktober, 19:30 Uhr) wird Prof. em. Dr. Ulrich Hampicke, ehem. Professor für Landschaftsökonomie an der Universität Greifswald, die Greifswalder Agrarinitiative in allgemeine Tendenzen in Deutschland und Europa einordnen. Ort der Tagung ist das Alfried Krupp Wissenschaftskolleg.

Ausschreibung: Grabenarbeiten

Die Michael Succow Stiftung schreibt im Zuge der Renaturierung des Binsenberg bei Altentreptow Bauarbeiten wie z.B. den Rückbau von Gräben aus. Von September 2018 bis November 2019 sollen Teilbereiche ersteingerichtet werden und bestehende Entwässerungsgräben verfüllt werden. Die nationale Ausschreibung umfasst Bauaufträge nach VOB mit einer Angebotsfrist bis 27.08.2018, 11 Uhr. Weitere Informationen finden Sie auf dem Ausschreibungsportal der Bundesverwaltung

Weitere Stiftungsnachrichten

Jahresbericht 2017 online

Der Jahresbericht 2017 ist jetzt online mit Informationen und Zahlen zu den Projekten der Stiftung im Vergangenen Jahr.  Ob Smartphone-Apps, Gesetzesanalysen oder Stipendien - erfahren Sie mehr darüber, auf welchen Wegen die Succow Stiftung versucht hat, den Erhalt der Natur voranzutreiben.