Philosophie

Mission und Engagement

„Auf die Natur aufmerksam zu machen, sie in ihrer Großartigkeit, in ihrer Einmaligkeit, in ihrer Verletzlichkeit zu begreifen - dieses stärker in unser Bewusstsein zu rücken, ist ein wichtiges Anliegen meiner Stiftung. Denn der Schutz der Natur ist kein Luxus, sondern eine der bedeutendsten Sozialleistungen für den Fortbestand der menschlichen Gesellschaft.“


Erhalten, Haushalten und Werthalten - zur Zukunftssicherung der menschlichen Gesellschaft - dies ist der Leitsatz für die Arbeit der Michael Succow Stiftung.


Natur ist die Lebensgrundlage des Menschen. Deshalb ist unser Hauptanliegen, der durch uns Menschen ausgelösten globalen Veränderung und Zerstörung der Natur entgegenzuwirken - ihr wieder Zeit und Raum zu geben, sich zu erholen und zu stärken. Wir arbeiten daran, noch unzerstörte, weitestgehend ursprüngliche Naturgebiete zu sichern und zu schützen und in bereits genutzten, anthropogen geprägten Räumen eine nachhaltige Nutzung zu etablieren.
Es muss ein Wandel stattfinden - vom ökonomischen Wachstumsmodell hin zum Gesellschaftsmodell einer dauerhaft umweltgerechten Entwicklung, einem Wirtschaften im Einklang mit der Natur.


„Der Naturschutz muss sich weiterentwickeln zum Systemschutz für Natur, Wirtschaft und Gesellschaft“ (Rudolf L. Schreiber).


Unsere Philosophie ist es, diesem formulierten Anspruch in unseren Tätigkeiten, Projekten, Vorträgen und bei der Ausbildung von Wissenschaftlern gerecht zu werden – ihn umzusetzen und einzuhalten.

 

Unsere Partner - Allianzen der Vernunft

Naturschutzarbeit braucht ein breites Fundament, um Beachtung und Rückhalt zu finden. Naturschutz im Verbund - mit starken Partnern und in Allianzen - in einem auf Werten basierendem Netzwerk.


Die Michael Succow Stiftung hatte ihren Sitz am Institut für Botanik und Landschaftsökologie der Universität Greifswald. Heute sitzt die Stiftung in der Ellernholzstraße 1/3 in Greifswald. Dies ist nicht nur dem beruflichen Werdegang des Stifters geschuldet. Es ist für uns ein kontinuierliches Bekenntnis zu einer fruchtbaren und vertrauensvollen Kooperation. Im universitären Umfeld von geistiger Freiheit und wissenschaftlicher Kompetenz sehen wir Stärken und Kooperationspotentiale, die wir hoch schätzen. Gemeinsame Projekte sind gekennzeichnet durch ein Höchstmaß an Vertrauen und Professionalität und durch eine gemeinsame Zielorientierung. Junge, hoch motivierte Studenten sind fortwährend in unsere Projekte eingebunden oder werden von uns während ihrer Qualifizierungsarbeiten betreut.


Die Kooperation mit Institutionen wie der Internationalen Naturschutzakademie des Bundesamtes für Naturschutz auf der Insel Vilm ist seit langem Bestandteil und wertvolle Ergänzung der Stiftungsarbeit. Darüber hinaus sind Institutionen wie das Amt für Wald, Schnee und Landschaft in Liechtenstein, die Manfred Hermsen Stiftung in Bremen, das Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) in Müncheberg, die Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde oder der DAAD wichtige Stränge in einem Netzwerk, welches sich dem Erhalt von Natur, der Entwicklung eines alternativen, nachhaltigen Umgangs mit der Natur und der Ausbildung von kompetenten Naturschützern verschrieben hat. 


Hierbei stehen für uns ein gemeinsames Werte- und Naturschutzverständnis sowie freundschaftliche Zusammenarbeit – das partnerschaftliche Ziehen an einem Strang – im Vordergrund. Individualinteressen und Sektorendenken in der Naturschutzzusammenarbeit wollen wir nicht unterstützen.

 

Leidenschaft und Engagement im Stiftungsalltag

Der moralische und ethische Anspruch des Stifters wird reflektiert in der Leidenschaft und dem Engagement mit der die Mitarbeiter in der Michael Succow Stiftung Naturschutzziele verfolgen. Die Philosophie der Stiftung wird von ihnen nicht nur mitgetragen sondern auch gelebt. Die Übergänge zwischen Ehrenamt und Anstellung bei der Michael Succow Stiftung sind nahezu immer fließend - gemeinsame Arbeitseinsätze oder fachliche Exkursionen, all dies geschieht im Sinne von Erhalten und Haushalten.