Ukraine

Identifizierung und Schutz von alten Wäldern und Urwäldern in den ukrainischen Karpaten

Im Gegensatz zu anderen Gebirgsregionen Europas, in denen Wälder intensiv genutzt wurden, gibt es in den ukrainischen Karpaten noch immer relativ große Gebiete mit alten Wäldern und Urwäldern. Indem diese - gemeinsam mit slowakischen und deutschen Buchenurwäldern - in die Liste des Weltnaturerbes der UNESCO aufgenommen wurden, wurde ihre Bedeutung international anerkannt. Die Wälder zeichnet eine hohe Arten- bzw. genetische Vielfalt aus, und sie stellen eine große Kohlenstoffsenke dar. Der Großteil alten Wälder befinden sich jedoch außerhalb bestehender Schutzgebiete und können daher, angesichts des wirtschaftlichen Niedergangs in der Ukraine in den letzten Jahren, legalem als auch illegalem Holzeinschlag zum Opfer fallen. Die Identifizierung von der alten Wälder und Urwälder wird weithin als erster Schritt zu weiterem Schutz gesehen.


Ziele des Projekts sind:
- die Aktualisierung verfügbarer Informationen über alte Wälder und urwälder (entsprechend der Kriterien der Karpatenkonvention) in den ukrainischen Karpaten (und mit der Aufstockung auch darüber hinaus).
- Verbreitung der erzielten Ergebnisse bei relevanten Zielgruppen, einschließlich der staatlichen und lokalen Behörden, der lokalen Bevölkerung, Nichtregierungsorganisationen, Forschungseinrichtungen, Universitäten und Medien.
- Lobbyarbeit, um einen besseren Schutz der identifizierten OGF zu fördern.

 

Die Projektaktivitäten umfassen vorbereitende Analysen zur Verbreitung der alten Wälder, Felduntersuchungen, Aufbereitung und Verbreitung der gewonnenen Informationen, Lobbyarbeit für Gesetzesänderungen sowie die Entwicklung eines Mechanismus der Zustandsüberwachung der Wälder. Ein Schwerpunkt des Projekts liegt auf der Information der Ukrainischen Öffentlichkeit über alte Wälder als wertvolle Ökosysteme, das Projekt will aufzeigen, wie jeder zu ihrem Schutz beitragen kann. Das Projekt geht davon aus, dass eine offene Datenbank über die Verbreitung alter Wälder Entscheidungsträger dazu bewegen wird, mehr für die Erhaltung dieser Wälder zu tun.

 

Implementierungspartner der Michael Succow Stiftung in diesem Projekt ist das Donau-Karpaten-Programm des WWF. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit durch das Umweltbundesamt (UBA) finanziert. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) ist beratend beteiligt.

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Projektkoordinator:
Uli Gräberner: uli.greabener@succow-stiftung.de