Wildes Deutschland

Wildnisschutz in Deutschland - Verzicht auf Nutzung

Innerhalb Deutschlands hat sich die Michael Succow Stiftung insbesondere dem Schutz von Wildnis mit der ihr eigenen biologischen Vielfalt verschrieben. Der bewusste Verzicht auf Nutzung ist, zumindest für das westliche Europa, eine weitgehend neue Naturschutzstrategie, die tief in das Bewusstsein der Menschen greift. Deutschland hat hier einen großen Nachholbedarf.

Um dies zu gewährleisten, übernimmt die Stiftung Flächen, in denen der Natur Raum und Zeit gegeben wird, sich nach ihren eigenen Gesetzen zu entfalten. Diese Naturräume erbringen ökologische Leistungen, die für die Stabilität des Naturhaushaltes und damit den Fortbestand unserer Zivilisation unabdingbar sind. Dazu gehören z.B. Humusanreicherung in alt werdenden Wäldern, Grundwasserbildung und CO2-Bindung in wachsenden Mooren.


Die ersten drei Wildnisinseln im Besitz der Stiftung sind die Naturschutzgebiete Goor auf der Insel Rügen, Lanken bei Greifswald (beide in Mecklenburg-Vorpommern) und Teile des NSG Großer Gollinsee & Bollwinwiesen im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin.

Auf mehr als 200 ha sollen hier Wälder zukünftig unangetastet bleiben. Moore sollen sich nach Wiederherstellung natürlicher Wasserverhältnisse ungestört entwickeln können. An Wildnisstrukturen gebundene Tier- und Pflanzenarten sollen sich (wieder) dauerhaft entfalten.
Nicht nur das Zulassen, auch das nachhaltige Haushalten mit der neu entstehenden Wildnis muss im Bewusstsein von uns Menschen verankert werden. Daher wird den Besuchern unserer Flächen der Wildnisgedanke und der Anspruch der Nachhaltigkeit über Themenwege näher gebracht.

 

1000 ha Wildnis - Fördern und Erleben

Natur in Eigendynamik auf 1000 ha. Dies ist unser Ziel für die kommenden Jahre. Ein Netzwerk von stiftungseigenen Wildnisgebieten im Verbund mit weiteren wenig gestörten Lebensräumen zu schaffen und zu erhalten ist unser Ansporn.
Unsere Stiftung erweitert gegenwärtig ihren Flächenbesitz in landschaftlich herausragenden Naturräumen Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommerns durch Übernahme von ausgewählten Flächen des Nationalen Naturerbes. Es sind dies: einsame Küstenabschnitte, alte Wälder, Moore, Seen und historische Weidelandschaften.
Diese Gebiete verantwortungsvoll im Sinne unseres Leitspruches »Erhalten und Haushalten« zu entwickeln und erlebbar zu machen, bedarf neben unermüdlicher ehrenamtlichen Arbeit auch Zuspruch und Anerkennung, Freunde, Weggefährten und nicht zuletzt finanzielle Unterstützung.

 

Mit Ihrer Unterstützung kann die „Vision Wildnis“ Realität werden. Über Ihre Hilfe und Zuwendung würden wir uns freuen. Sie ermöglicht die Sicherung, den Erhalt und das Haushalten mit herausragenden Naturräumen.