Zentralasien

Weiterbildung und institutioneller Aufbau für die Anwendung von Klimafinanzierungsmechanismen in zentralasiatischen Staaten

Die zentralasiatischen Staaten stehen durch Intensivlandwirtschaft unterhalb der agronomischen Trockengrenze und die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels unter erheblichem Stress. Sektorenübergreifende Strategien zur Vermeidung des Klimawandels und zur Anpassung an seine Folgen sind in der Region noch zu entwickeln und im Rahmen einer kohärenten und umfassenden Klimapolitik umzusetzen.

 

Strategien im Bereich von Landwirtschaft, Forstwirtschaft und anderen Landnutzungen (AFOLU-Sektor) finden im politischen Entscheidungsfindungsprozess und bei internationalen Klimaschutzkooperationen bisher jedoch keine oder nur geringe Beachtung durch die Regierungen der zentralasiatischen Staaten. Demgegenüber stehen ständig zunehmende und komplexer werdende Möglichkeiten sowohl im AFOLU-Sektor, als auch im Rahmen von internationalen Klimakooperationen, die den zentralasiatischen Staaten Unterstützung bieten können bei der Planung, Durchführung und Finanzierung von Vermeidungs- und Anpassungsmaßnahmen sowie bei deren Monitoring, Berichterstattung und Verifizierung.

 

Klimakooperationsmechanismen sind unter anderem Nationale Anpassungspläne (NAPs), National angepasste Vermeidungsmaßnahmen (NAMAs), Reduzierung der Emissionen aus Abholzung und Walddegradation (REDD+) sowie individuelle bilaterale und multilaterale Initiativen.

 

Ziel des Projektes ist es, Vertreter der staatlichen Schlüsselinstitutionen in den Zielländern (Usbekistan und Kirgistan) mit den bereits vorhandenen Mechanismen vertraut zu machen und weitere Möglichkeiten der Klimafinanzierung im AFOLU / LULUCF (Landnutzung, Landnutzungswandel und Forst) Sektor zu erschließen.

 

Im Projekt sind jeweils drei Trainingsmodule pro Zielland vorgesehen, die

 

a) ein Basisverständnis schaffen über AFOLU / LULUCF-Mechanismen inklusive der internationalen Finanzierungsoptionen,

 

b) ein praktisches Fallbeispiel erarbeiten in denen mögliche Finanzierungsoptionen identifiziert werden, und

 

c) die Partnerinstitutionen bei der Ausarbeitung und Einreichung der notwendigen Dokumente unterstützen.

 

Das Projekt wird im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit über die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GiZ) GmbH finanziert und gemeinsam mit dem Projektpartner Atlas Environmental Law Advisory durchgeführt. Partner in Usbekistan ist die Hauptforstverwaltung des Ministeriums für Landwirtschaft und Wasserressourcen sowie in Kirgistan die staatliche Agentur für Naturschutz und Forstwirtschaft und die Nichtregierungsorganisation BIOM.

 

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Projektkoordination:

Jens Wunderlich, email: jens.wunderlich(at)succow-stiftung.de