Aktuelles

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Einladung auf den Binsenberg

21. 8. 2019, 11:47 von NK

Welche Naturschätze sich heute am Binsenberg noch und wieder finden lassen, zeigt die Michael Succow Stiftung bei einer öffentlichen und kostenfreien Führung am Dienstag 3. September ab 15:30 Uhr. Seit 2018 führt die Stifung die Revitalisierung des Gebietes durch. Durch die Wiedervernässung können sich Arten wie der Blaue Tarant oder die Orchidee Sumpf-Stendelwurz, gefährdet nach der Roten Liste Deutschlands oder Mecklenburg-Vorpommerns, nach langjähriger Entwässerung hoffentlich wieder ausbreiten. Dr. Nina Seifert (Biologin und Projektleiterin) und Carl Barnick (Botaniker und Moorökologe), beide Mitarbeiter der Succow Stiftung, erläutern das Wiedervernässungsprojekt. Bis 2020 werden dort Gebüsche gekappt, Röhricht gemäht und rund 4000 m Gräben verschlossen. Dadurch hebt sich der Grundwasserstand. Das ist wichtig für wertvolle Pflanzen und Tiere der kalkreichen Niedermoore oder der basenliebenden Pfeifengraswiesen wie am Binsenberg. Beide Lebensraumtypen sind heute durch Entwässerung und zu viele Nährstoffe aus umgebenden landwirtschaftlichen Flächen gefährdet und mit ihnen Mehlprimel, Kalkbinse und Gewöhnlicher Teufelsabbiss, die Bauchige und Schmale Windelschnecke oder auch Wiesenbrutvögel. Im Osten des Binsenbergs bereitet die Succow Stiftung rund 8 ha für die Mahdnutzung im Sinne des Naturschutzes vor. Damit die Wiedervernässung wiederum die angrenzenden Nutzflächen nicht beeinträchtigt, sind neue Draine auf dortigen Äckern eingebaut worden. Das Projekt wird über die Förderrichtlinie Naturschutz in M-V gefördert. Die Führung beginnt um 15:30 am Parkplatz an der Gaststätte zur Linde in Werder. In Fahrgemeinschaften geht es dann zum Binsenberg. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt und eine Anmeldung per E-Mail an nina.seifert@succow-stiftung.de erforderlich. Gummistiefel oder festes Schuhwerk wird empfohlen.

 

Bundesfreiwilliger gesucht

12. 8. 2019, 11:39 von NK

Die Michael Succow Stiftung sucht einen engagierten Bundesfreiwilligendienstler (BFD) zur Betreuung von Stiftungshaus, Ökogarten und Naturschutzflächen. Er oder sie wird im denkmalgeschützten Stiftungshaus werkeln und im Garten der Stiftung wirken. Praktische Arbeit gibt es auch an Themenwegen und Naturschutzflächen der Stiftung. Für Abwechslung sorgen Exkursionen oder Umweltbildungsveranstaltungen. Die Stelle ist ab dem ersten Oktober zu besetzen. Wir freuen uns auf Bewerbungen an info@succow-stiftung.de!

 

Moore in der Wüste

1. 8. 2019, 14:05 von NK

Es gibt sie – Moore im Wüstenstaat Usbekistan. Forscher der Succow Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, fanden Vorkommen im Hochgebirge des Tian Shan, in den Gebirgsausläufern des Nuratau und am Lauf des Syrdarya mitten durch die Wüste. Diese Vorkommen mit Torflagen von 30-70 cm waren weitgehend unbekannt und sind durch landwirtschaftliche Übernutzung und Degradation bedroht. Die Forschung war Teil des CAViF-Projektes der Succow Stiftung, finanziert durch das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die bei Feldarbeiten im Juli gesammelten Daten fließen nun in die Global Peatland Database des GMC ein und erweitern damit die Übersicht zu Mooren weltweit.

tl_files/images/Aktuelles/Aktuelles 2019/Moore in Uzbek Nuratau_L. Hebermehl.jpg       tl_files/images/Aktuelles/Aktuelles 2019/Peatland in Uzbek Tian Shan_L. Hebermehl.jpg

Moor in den Wüstenausläufern des Nuratau (links); Forschen nach Moor im Tian Shan (rechts)
(beide Photos: L. Heberrmehl)

 

Arbeiten am UNESCO-Titel

1. 8. 2019, 11:22 von RB

Zurück in Usbekistan und gleich im Anschluß an die, an guter fachlicher Praxis orientierten, Study-tour in das belarussische Biosphärenreservat „Pribuzhskaya Polesie“ konnten Mitarbeitenden des usbekischen Biosphärenreservates „Unterer Amudarya“ ihre Anliegen zielgenau an die Teilnehmenden eines UNESCO Workshops richten: Das Biosphärenreservat soll die UNESCO Anerkennung erhalten. Während des Workshops in Taschkent konnten sie dabei mit den zuständigen Behörden, dem usbekische UNESCO Büro, dem nationalen MaB Komitee, einer MaB Mitarbeiterin des UNESCO Headquaters in Paris und einem MaB Mitglieds Russlands, diskutieren. Sie vereinbarten konkrete nächste Schritte zu einer offiziellen Anerkennug des usbekischen Biosphärenreservates „Unterer Amudarya“. Den Workshop organisierten das UNESCO Büro in Usbekistan und die Succow Stiftung.

Irans Wälder herausragend

26. 7. 2019, 12:02 von RB

Als Weltnaturerbe anerkannt: die Hyrkanischen Wälder im Nordiran (© Morvarid Kamali)
© Morvarid Kamali

Mit einem Alter von bis zu 50 Millionen Jahren haben die Hyrkanischen Wälder im Norden Irans nicht nur die letzten Eiszeiten überdauert, sondern reichen in eine Zeit zurück, in der sich im Inneren Asiens noch ein Ozean und keine Wüste befand und der Himalaya die Ausmaße des Erzgebirges nicht überschritt. Teile dieser Wälder sind bis heute unberührt und haben nie eine Axt gesehen. So sind sie bis heute Rückzugsgebiet vieler Säugetierarten, darunter Persischer Leoparden, Braunbären und Luchse, migrierender Vögel aber auch einer einzigartigen Flora. Die Ballung endemischer Arten in diesen Wäldern ist auf aufgrund der außergewöhnlichen Standortfaktoren und Habitatausstattung besonders hoch. Das war ausschlaggebend dafür, dass diese Wälder als Biodiversitätshotspot gelten und Grund genug für das Welterbekomitee, die Hyrkanischen Wälder in den exklusiven Kreis der UNESCO Weltnaturerbestätten aufzunehmen. Die Michael Succow Stiftung unterstützte viele Jahre durch ihre Expertise die iranischen Behörden bei der Entwicklung und Nominierung der Stätte, finanziert durch das deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

IPBES-Workshop in Ashgabat

20. 5. 2019, 11:53 von NK

Im Rahmen des CADI-Projektes von Succow Stiftung, Uni Greifswald un der FAO, fand am 16. Mai anlässlich des bevorstehenden Internationalen Tages der Biologischen Vielfalt ein IPBES-Workshop (Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) in Aschgabat statt. Während des Seminars wurden die Ziele, Mechanismen und aktuelle Ergebnisse der Plattform ebenso präsentiert wie die Vorteile, die eine IPBES Mitgliedschaft bietet. Turkmenistan hat derzeit Beobachterstatus des mittlerweile 132 Länder umfassenden Gremiums. Die abschließende Diskussion machte deutlich, dass durch einen möglichen Beitritt Turkmenistans zur IPBES-Plattform Experten der zuständigen Regierungsstellen, akademischen Einrichtungen und NGO’s ihren Zugang zu aktuellen regionalen wissenschaftlichen Ergebnissen zur Biodiversität und Ökosystemleistungen erheblich vergrößern können. Ebenso steigt der Einfluss des Landes auf die internationale Agenda. Die Entscheidung über einen Beitritt des Landes trifft die jeweilige Regierung. An der Veranstaltung nahmen etwa 25 Entscheidungsträger aus Regierungsbehörden sowie Vertreter wissenschaftlicher, nichtstaatlicher und internationaler Organisationen aus Turkmenistan teil.