Aktuelles

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Mit im Klimabündnis

10. 7. 2020, 09:35 von NK

Die Succow Stiftung ist jetzt Mitglied im Klimaschutzbündnis Greifswald. Dieses unterstützt den "Masterplan 100% Klimaschutz" der Stadt Greifswald. Der sieht vor, die kommunalen Treibhausgasemission bis 2050 um 95 Prozent und die Endenergie um 50 Prozent gegenüber 1990 zu senken.
Die Succow Stiftung setzt sich besonders für die Einsparung von CO2-Emissionen durch lokalen Moorschutz ein und möchte dafür konkrete Projekte umsetzen.
Im Projekt MORGEN hat die Stiftung bereits die Greifswalder Moorstudie erarbeitet. Diese bilanziert die Emissionen für die Moorflächen im Stadtgebiet und gibt Handlungsempfehlungen zu Erhalt und Nutzung dieser Flächen. Durch die Revitalisierung von Mooren können nicht nur große Mengen CO2-Emissionen eingespart, sondern auch ein Beitrag zu einer erfolgreichen Klimaanpassung geleistet werden. Nasse Moore wirken regulierend auf den Landschaftswasserhaushalt, können Hochwasser abfangen und kühlend auf ihre Umgebung wirken.

Zur Feier mit uns ins Moor!

29. 5. 2020, 22:29 von NK

Am 31. Mai tragen Moorliebhaber weltweit - Künstler, Aktivisten, Wissenschaftler und andere - zu einem 24h Online-PeatFest von re-peat.earth bei. Um 12:45 Uhr (MEZ) zeigen die Moor- und Klimawissenschaftler und Naturschützer des GMC, in dem die Stiftung Partner ist, ihr Engagement für #Peatlandsmustbewet oder #Moormussnass. Wir bringen Sie zu fünf verschiedenen Mooren, entwässert, restauriert oder sogar neu angelegt als Pilotgebiete für Paludikultur. Auf den Karrendorfer Wiesen erklären wir, was das besondere an Küstenüberflutungsmooren der Boddenküste ist. Es gibt keine Chance, etwas zu verpassen - alle Filme werden auch nach dem PeatFest auf dem Youtube-Kanal des GMC verfügbar sein.

 

Mitgemacht im Mannhagener Moor

4. 3. 2020, 09:11

Knapp 30 freiwillige Helfer haben am Sonntag, den 1. März, Hand angelegt bei einer weiteren Mitmach-Aktion im Mannhagener Moor zwischen Greifswald und Stralsund. Durch Entwässerung ist dort viel Gehölz aufgewachsen. Das galt es zu schneiden, um Lebensraum zu schaffen für Wollgras, Sonnentau oder dem seltenen Perlmuttfalter. Der Einsatz für ca. 3-4- Stunden wurde mit warmer Suppe und Getränken belohnt. Zum Abschluss gab es auch eine kleine Exkursion durch das Naturschutzgebiet, in der Vertreter der Succow-Stiftung, der Universität und der Unteren Naturschutzbehörde die Besonderheiten des Moores erklärten.

Die Arbeitseinsätze im Mannhagener Moor, einer Fläche in Verantwortung der Succow Stiftung, tragen dazu bei, das Moor wieder zu einem intakten Biotop  zu entwickeln. Erleben lässt sich das Mannhagener Moor vor Ort oder zuhause auch mit der kostenfreien App Echt:Natur.

 

Nominieren in Kombi

21. 2. 2020, 10:18

Ende Januar versammelte die Succow Foundation mongolische und deutsche Experten auf der Insel Vilm, um die Möglichkeiten zum Schutzes der ostmongolischen Steppe zu erörtern und sie als Welterbe zu nominieren. Die Teilnehmer des Workshops hielten es für günstig, für den Schutz des gesamten Steppenökosystems eine gemischte Nominierung zu entwickeln. Diese würde vom Menschen unbeeinflusste Gebiete sowie Kulturlandschaften mit traditionellen Weiden umfassen. So würde der Schutz größerer Landschaften im Gleichgewicht mit dem bestehenden mobilen Pastoralismus gewährleistet. Eine gemischte Nominierung untersucht die laufende Machbarkeitsstudie der Succow Stiftung. Erste Ergebnisse werden im Mai 2020 in Ulaanbator vorgestellt. 
Die weltweit bedeutende Artenvielfalt der Mongolei erfordert die Erhaltung ausgedehnter Landschaften in einer Zeit, in der der anthropogene Druck zunimmt. In der ostmongolischen Steppe leben Herden von geschätzten 1,5 bis 2 Millionen mongolischen Weißschwanzgazellen (Procapra gutturosa), die ein untrennbares Element des Ökosystems darstellen und es bewohnen und formen. Aufgrund der zahlreichen Bedrohungen durch Infrastruktur, Bergbau, Klimawandel usw. sind wild lebende Tiere außerhalb von Schutzgebieten sehr anfällig. Zahlreiche kritisch wichtige Bereiche unterliegen keinem Schutzregime. Noch ist das Ökosystem in gutem Zustand. Die historisch existierende einzigartige Nomadenkultur spielt weiterhin eine wichtige Rolle für dessen Gestaltung und Erhaltung.

 

Neu entdeckt

17. 2. 2020, 13:56

Für das Projektteam der Central Asian Desert Inititiave war die Entdeckung der Ferula karakumica aus der Familie der Apiaceae eine kleine Sensation. Die Pflanze ist ein Beispiel dafür, dass die floristische Artenvielfalt im weitgehend verschlossenen Land nicht ausreichend erfasst ist und damit für den Schutz der Gebiete bisher nicht ausreichend berücksichtigt ist.
Gefunden hat sie der turkmenische Botaniker Alexander Pavlenko während der umfassenden geobotanischen Erfassungen in den Wüstenschutzgebieten Turkmenistans. Mit dieser schafft CADI eine Basis für mögliche neue Zonierungungen bestehender Schutzgebiete und für eine angestrebte transnationale Weltnaturerbenominierung der winterkalten Wüsten Zentralasiens. 
Ferula karakumica ist der Ferula karelinii Bunge morphologisch in den Fortpflanzungsteilen sehr ähnlich, unterscheidet sich jedoch deutlich in Beschaffenheit und Morphologie des vegetativen Wurzelsystems. Sie ist nun der 3.014te Eintrag in der taxonomischen Liste aller bekannten Pflanzenarten in Turkmenistan. Ihre Beschreibung wurde publiziert in Novitates Systematicae Plantarum Vascularium.

 

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Ab auf die Insel

12. 2. 2020, 14:24

Mitten im Greifswalder Bodden, unweit der Hansestadt Greifswald liegt die Insel Koos als Teil des sturmumtosten Naturschutzgebiets „Insel Koos, Kooser See und Wampener Riff“. Das Gebiet ist von herausragender Bedeutung für Brut- und Rastvögel. Alljährlich rasten Tausende bis Hunderttausende an Gänsen und Enten, Watvögel und weitere Wasservögel im Gebiet. Die zum Teil wiedervernässten Salzgrasländer beherbergen Brutvögel wie Säbelschnäbler, Kiebitz und Sandregenpfeifer. Auf den Findlingen an der Nordküste der Insel halten sich zunehmend Kegelrobben auf. Auf der Insel in ca. 10 km Entfernung von Greifswald wohnen jeweils zwei BFDler in einer WG zusammen mit weiteren Freiwilligen und Praktikanten. Über eine kleine Brücke ist die Insel mit dem Festland verbunden. Die Aufgaben der BFD-Stelle umfassen Mitarbeit bei der Schutzgebietsbetreuung des Gebiets und dem Betrieb der Naturschutzstation auf der Insel. Detaillierte Informationen auf der Webseite Freiwillige im Naturschuz.

Hyrkanische Wälder auch in Aserbaidschan

10. 2. 2020, 18:07

Nach der Nominierung der Hyrkanischen Wälder in der Islamischen Republik Iran, die das Welterbekomitee im Juli 2019 befürwortet hat, startet die Succow Stiftung ein neues Projekt, um den prestigeträchtigen Status auf die alten Wälder im benachbarten Aserbaidschan zu erweitern. Das Projekt unterstützt Aserbaidschan bei der Formulierung der Nominierung. Es berät beide Ländern, wie Empfehlungen des Welterbekomitees zur Ausweitung und Entwicklung einer gemeinsamen Verwaltung umgesetzt werden können. Ebenso berät es den Iran, wie die Anforderungen des Welterbekomitees zu erfüllen sind. Die hyrkanischen Wälder erstrecken sich vom Talysh-Gebirge im Süden der Republik Aserbaidschan durch die iranischen Provinzen Gilan, Mazandaran und Golestan. 900 km östlich. Der größte Teil dieser Wälder befindet sich im Iran, ein kleiner Teil in Aserbaidschan. Mit einem Alter von bis zu 50 Millionen Jahren haben die Hyrkanischen Wälder die letzten Eiszeiten überstanden und sind immer noch das Rückzugsgebiet vieler Säugetierarten, darunter Persischer Leopard, Braunbär, Luchs sowie von Zugvögeln. Sie haben auch eine einzigartige Flora. Die Konzentration endemischer Arten in diesen Wäldern ist aufgrund der außergewöhnlichen Standort- und Lebensraumbedingungen besonders hoch, weshalb diese Wälder als Hotspot für die Artenvielfalt gelten.

Nationale Moorstrategien in Europa

10. 2. 2020, 17:22

Das Zusammenstellen weiterer Basisdaten für Moorinventare, das Entwickeln von Klimawandelszenarien bei Moorerhalt oder -zerstörung, das Verbessern rechtlicher Rahmenbedingungen, ein Sensibilisieren der Öffentlichkeit und Bereitstellen von Förderung - dies sind einige Beispiel der Empfehlungen aus dem Informationspapier Moor-Strategien in Europa.
Das Informationspapier ist das Ergebnis eines Workshops zu nationalen Moorstrategien in Europa, der vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) gemeinsam mit der Succow-Stiftung, Partner im Greifswald Moor Centrum, durchgeführt wurde. An der Veranstaltung in Bonn, die eng mit dem Ramsar-Sekretariat und der Global Peatlands Initiative koordiniert wurde, nahmen 30 Regierungsvertreter, Experten und Interessenträger aus dem öffentlichen Sektor und der Zivilgesellschaft aus 11 EU-Mitgliedstaaten, der Europäischen Kommission und anderen europäischen Ländern teil.