Aktuelles

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Einladung auf die Karrendorfer Wiesen

20. 11. 2019, 11:27 von NK

Zu einer ca. dreistündigen Vogelbeobachtung lädt die Michael Succow Stiftung am Samstag 23. November auf die Karrendorfer Wiesen. Neben den letzten dort rastenden Zugvögeln auf ihrer Reise in wärmere Breiten haben sich bereits einige Wintergäste eingefunden. Zu den Kiebitzregenpfeifern und Alpenstrandläufern gesellen sich nun die hocharktischen Singschwäne, die auf dem Greifswalder Bodden überwintern werden. Mit etwas Glück entdeckt man unter ihnen auch die sehr selten gewordenen Zwergschwäne. Darüber hinaus erfahren die Teilnehmer, wie die Succow Stiftung, Eigentümerin der Karrendorfer Wiesen, dieses seltene Küstenüberflutungsmoor für Brut- und Rastvögel erhält und was Wasserbüffel damit zu tun haben. Die kostenfreie Führung entlang des Fahrdamms unter Leitung von Nele Scheebaum (BFD) beginnt um 10 Uhr am Parkplatz vor dem Salzgrasland. Das Mitbringen von Ferngläsern wird empfohlen.

Neue Literaturabende

22. 10. 2019, 11:32 von NK

Moore tun viel Gutes, Menschen machen viel Böses. Und umgekehrt... Die Beziehung zwischen Mooren und Menschen ist äußerst vielseitig. Moore und Menschen binden und trennen, ziehen an und stoßen ab, formen und deformieren. Ökosystemdienstleistungen, Trennung, Austausch, Migration, Verantwortlichkeit: Was machen Moore mit Menschen, was machen Menschen mit Mooren? All diese Beziehungen präsentiert Moorkundler und Bibliophil Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten in der neuen Reihe Literaturabende anhand der Bestände der Greifswalder Moorbibliothek PeNCIL (Peatland and Nature Conservation International Library, PeNCIL). Die Teilnahme ist kostenlos, Anmeldungen sind jedoch erforderlich per E-Mail an bibliothek@greifswaldmoor.de.

Infoportal Kirchenland online!

18. 10. 2019, 14:17 von NK

Die Kirche möchte Schöpfung bewahren. Deshalb informiert jetzt eine neue Website konkret über zukunftsfähige Landnutzung auf Kirchenland - das Infoportal Kirchenland. Kirchengemeinden, die Grundeigentümer*innen erfahren dort, wie Biologische Vielfalt innerhalb der Agrarlandschaft erhalten und gefördert werden kann oder wo ökologische Landwirtschaftsberatung und Förderung zu bekommen ist. Pastor*innen, Kirchengemeindemitglieder der Verwaltung, Landwirt*innen und Interessierte können sich unkompliziert über ökologische Handlungsmöglichkeiten auf landwirtschaftlichen Flächen im Eigentum der Kirche erkundigen. Eine Premiere, denn bisher existierten zum Themenbereich „Ökologisches Wirtschafen auf Kirchenland“ keine Handreichungen in digitaler Form. Entwickelt wurden diese im gemeinsamen Projekt Infoportal Kirchenland von Succow Stiftung, Nordkirche und dem Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA).

Vom Herbar zur digitalen Flora

30. 9. 2019, 18:00 von NK

Scans, Makrophotos, Dateneingabe und zahlreiche Arbeitsabläufe waren Inhalt des Workshops „Digitale Flora Usbekistan“ am Herbarium (TASH) des Botanischen Instituts der Akademie der Wissenschaften Ende September in Taschkent. Mit umfangreichen Pflanzensammlungen, einer guten Foto- und Scanausstattung und einem neuen Genlabor bietet es beste Voraussetzungen, um als Teil des CAViF-Projektes der Succow Stiftung das dortige Herbar mit seinen einzigartigen Herbarbelegen in eine virtuelle Flora mit hochauflösenden Bildern, Bestimmungsschlüssel, Filterfunktion etc. zu überführen. Den Workshop ergänzten CAViF-Mitwirkende mit ihren Vorträgen „Vom virtuellen Herbar zur digitalen Flora“ und „Vorteile und Schwierigkeiten digitaler Bestimmungsschlüssel“. Bei einer anschließenden sechstägigen Exkursion durch die Kysylkum-Wüste konnten die Wissenschaftler des CAViF-Projektes und des Herbariums (TASH) 120 vegetationsbestimmende Wüstenpflanzen sammeln. Da die Pflanzen zu diesem Zeitpunkt in der Frucht standen, ließen sie sich eindeutig bestimmen. Auch diese Belege fließen in die virtuelle Flora mit ein.

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Wissenschaftler bestimmen auf der Expedition in die Kyzylkum Arten für CAViF (Photos: N. Beshko)

 

Sechs-Jahresplan für migrierende Arten

30. 9. 2019, 14:13 von NK

 Die Central Asian Mammal Initiative (CAMI) hat den Schutz der migrierenden Arten Zentralasiens zum Ziel. Wilderei, großräumige Infrastrukturprojekte und Konkurrenz um Habitate mit Viehbestand bedrohen diese stark. Um die Bedrohungen einzudämmen, hat die CAMI bei ihrem 2. Mitgliedsstaatentreffen im mongolischen Ulan Bator im September einen Aktionsplan für 2020-26 ausgearbeitet. Fünfzehn migrierende Arten, die meisten davon bedroht nach der IUCN roten Liste, sind bereits unter der CAMI Liste erfasst. Weitere drei, Urial, Persischer Leopard und der Gobibär, wurden für die zusätzliche Aufnahme unter die CAMI durch die Mitgliedsstaaten vorgeschlagen. Das Arbeitsprogramm tritt voraussichtlich nach der 13. Vertragsstaatenkonferenz der Konvention zum Schutz migrierender Wildtierarten (Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals, CMS) im Februar 2020 in Indien in Kraft. Das Treffen in der Mongolei wurde gemeinsam vom Sekretariat der CMS, der Internationalen Naturschutzakademie des Bundesamtes für Naturschutz (BfN INA), der mongolischen Regierung und der Succow Stiftung im Projekt Central Asian Desert Initiative (CADI) mit der finanziellen Unterstützung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) organisiert.

 

Gewagt am Rycktag!

15. 9. 2019, 15:03 von NK

Um einen Blick von oben auf die Moore im Stadtgebiet Greifswald zu werfen, lud die Succow Stiftung Interessierte beim 2. Aktionstag für einen sauberen Fluss Ryck am Samstag 14. September zu einer Führung auf die ehemalige Mülldeponie. Information zu Mooren im Stadtgebiet und ihre Bedeutung u.a. für einen sauberen Fluss und das lokale Klima bot der Informationsstand der Stiftung im Heineschuppen der Museumswerft. 
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Wie Wiedervernässung geht und welche Auswirkungen und Ökosystemleistungen sie mit sich bringt, das konnten Besucher beim Mitmachspiel erfahren oder Postkarten zum Moorthema in Aquarell colorieren. Der gewagte Höhepunkt war der Rycksprung, bei dem sich das Stiftungsteam für einen sauberen Ryck und seine saubere Umgebung in die Fluten warf.

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