Newsletter 02/019

In die Wüste geschickt

Influencer in die Wüste geschickt - das CADI-Projekt von Succow-Stiftung und Partnern hat es getan! CADI lud das Filmteam des bekannten russischsprachigen YouTube-Kanals “Vse Kak U Zverei” ein, vier Folgen in den winterkalten Wüsten Zentralasiens zu drehen. In Kürze gehen die Videos online, mit Bildern aus der Kyzylkum-Wüste in Usbekistan sowie der Aralkum-Wüste und dem Ustjurt-Plateau in Kasachstan. Die Kooperation mit den YouTubern, die 233,000 Abonnenten und damit den silbernen YouTube-Button haben, soll dem wenig bekannten aber bedrohten Lebensraum mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Sie ist nur ein Beitrag von vielen, durch die CADI einen besseren Schutz der winterkalten Wüsten und deren Nominierung als UNESCO-Weltnaturerbe näher bringen möchte.

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“Das war mein erster Besuch in Zentralasien.” sagte Teammitglied Yevgenia Timinova von “Vse Kak U Zverei”, „Bisher war ich nur in den Wüsten Australiens und Afrikas“. Nach ihrer Tour durch die winterkalten Wüsten berichtete Yevgenia in mehreren Vorträgen in Almaty und Taschkent, wie Tiere und Pflanzen in diesen Wüsten überleben und was die Menschheit von ihnen lernen kann. Einer ihrer Schlüsse: Je härter die Bedingungen, desto schneller läuft die Evolution. Und auch wenn sich diese Wüsten über große Teile Kasachstans und Usbekistans erstrecken, vermuten viele Bewohner nicht, wie viele Ideen und schlaue Lösungen sich hier verstecken.“

 

Schutzgebietsentwicklung – Nachrichten aus den internationalen Projekten

Hyrkanische Wälder herausragend

Sie sind bis zu 50 Millionen Jahre alt und teilweise immer noch unberührt - die Hyrkanischen Wälder im Norden des Iran sind damit weltweit einzigartig und ihre Biodiversität „herausragend“. Das hat das Welterbekomitee während der Jahresversammlung im Juli in Baku bestätigt und das Gebiet in die exklusive Liste der UNESCO Weltnaturerbestätten aufgenommen. Die Michael Succow Stiftung hatte bei der Nominierung der Wälder mitgewirkt.

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Mit einem Alter von 25 bis zu 50 Millionen Jahren haben die Hyrkanischen Wälder im Norden Irans nicht nur die letzten Eiszeiten überdauert, sondern reichen in eine Zeit zurück, in der sich im Inneren Asiens noch ein Ozean und keine Wüste befand und der Himalaya die Ausmaße des Erzgebirges nicht überschritt. Teile dieser Wälder sind bis heute unberührt und haben nie eine Axt gesehen. So sind sie bis heute Rückzugsgebiet vieler Säugetierarten, darunter Persischer Leoparden, Braunbären und Luchse, migrierender Vögel aber auch einer einzigartigen Flora. Die Ballung endemischer Arten in diesen Wäldern ist aufgrund der außergewöhnlichen Standortfaktoren und Habitatausstattung besonders hoch. Das war ausschlaggebend dafür, dass diese Wälder als Biodiversitätshotspot gelten und Grund genug für das Welterbekomitee, die Hyrkanischen Wälder in den exklusiven Kreis der UNESCO Weltnaturerbestätten aufzunehmen. Die Michael Succow Stiftung hatte viele Jahre durch ihre Expertise die iranischen Behörden bei der Entwicklung und Nominierung der Stätte unterstützt, finanziert durch das deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

 

Abschauen im Dreiländereck

Wie sich ein Biosphärenreservat über drei Landesgrenzen hinweg gut etablieren lässt, schauten sich 22 Teilnehmer einer Study-Tour aus Zentralasien im belorussische Biosphärenreservat „Pribuzhskoe Polesie“ an. Den Besuch in diesem Teil des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats „West Polesie“ hatte die Succow Stiftung im Projekt Ökosystem-basierte Landnutzung und Erhalt der Ökosysteme am Unterlauf des Amu Darya organisiert. Denn auch dort könnte ein Biosphärenreservat über Ländergrenzen hinweg entstehen.

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Während einer einwöchigen Study-Tour in das belorussische Biosphärenreservat „Pribuzhskoe Polesie“ beleuchteten Naturschützende und Praktiker aus Belarus, Deutschland, Polen, Ukraine, Turkmenistan und Usbekistan sämtliche Aspekte eines Biosphärenreservates, von  Managementplanung, Monitoring, über Netzwerkarbeit und ökologischen Tourismus bis zu Umweltbildung. Diskutiert wurde unter anderem diesen Fragen: „Wie weit ist der Weg zu einer Nominierung als UNESCO-Biosphärenreservat?“ und „Was bedeutet es, diese Nominierung zu erhalten?“ Bei anschließenden Exkursionen durch die einzigartige Natur des Biosphärenreservats „Pribuzhskoe Polesie“ und „Belowescher Heide“ konnten die Teilnehmenden praktische Eindrücke sammeln.
Auch die Folgen des Klimawandels, die alle Teile des „West Polesie“-Biosphärenreservats in vergleichbarer Weise betreffen, waren ein Thema. Hiervon profitierte auch das Projekt „Ökosystem-basierte Anpassung und Regionalentwicklung durch Stärkung ukrainischer Biosphärenreservate“ der Succow Stiftung von der Veranstaltung, da die Bedeutung verstärkter Kooperation deutlich wurde. Nur damit lässt sich diesen Herausforderungen effektiv begegnen. Größter Erfolg der Reise war der gemeinsame Erfahrungsaustausch und die neuen Kontakte zwischen den Biosphärenreservaten.

 

IPBES-Workshop in Aschgabat

Die winterkalten Wüsten Turkmenistans bieten einen einzigartigen Lebensraum für biologische Vielfalt, doch im „Weltbiodiversitätsrat“ hat das Land bisher lediglich einen Beobachterstatus. Das CADI-Projekt von Succow Stiftung, Uni Greifswald und FAO will das ändern und den Beitritt Turkmenistans zum Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) fördern. Anlässlich des Internationalen Tages der Biologischen Vielfalt zeigte das CADI-Projekt in einem Workshop in Aschgabat Ziele, Mechanismen, aktuelle Ergebnisse der Plattform und die Vorteile einer IPBES Mitgliedschaft auf. 

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Turkmenistan hat derzeit Beobachterstatus des mittlerweile 132 Länder umfassenden Gremiums. Die abschließende Diskussion beim Workshop machte deutlich, dass durch einen möglichen Beitritt Turkmenistans zur IPBES-Plattform Experten der zuständigen Regierungsstellen, akademischen Einrichtungen und NGO’s ihren Zugang zu aktuellen regionalen wissenschaftlichen Ergebnissen zur Biodiversität und Ökosystemleistungen erheblich vergrößern können. Ebenso steigt der Einfluss des Landes auf die internationale Agenda. Die Entscheidung über einen Beitritt des Landes trifft die jeweilige Regierung. An der Veranstaltung nahmen etwa 25 Entscheidungsträger aus Regierungsbehörden sowie Vertreter wissenschaftlicher, nichtstaatlicher und internationaler Organisationen aus Turkmenistan teil.

 

Mehr Moor – Nachrichten zu Moor- und Klimaschutz

Paludikultur-Studien und Rohrkolben-Snack

Während der vergangenen zwei Monate trafen sich Akteure in Estland, Lettland und Litauen, um die Machbarkeit von Paludikultur in den Baltischen Staaten zu diskutieren. Organisiert waren die Workshops von Partnern im Projekt Paludikultur in den Baltischen Staaten der Succow Stiftung, kamen die Teilnehmer bei der Rohrkolben-Verköstigung ganz auf den Geschmack. 

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Für jedes Land stand eine Machbarkeitsstudie sowie Flächenklassifikationen für Paludikultur zur Debatte. Vertreter der Landwirtschafts- und der Umweltministerien, weiterer Behörden und Organisationen aus Landwirtschaft und Forst sowie der Öffentlichkeit erkannten die Relevanz eines angepassten Moor-Managements an, um damit organische Böden zu schützen und Treibhausgasemissionen zu verhindern. Sie diskuiterten auch über politische Rahmenbedingungen für Landwirtschaft und Paludikultur und Möglichkeiten, derzeitige Hindernisse mit einer Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union aus dem Weg zu räumen. Auch wenn fertige Geschäftsmodelle und Vermarktungswege für Paludikultur-Produkte noch fehlen, wollen die Teilnehmer Paludikultur weiter voran bringen. Bei der Rohrkolben-Verköstigung zu den Workshops schienen sie auf den Geschmack gekommen zu sein.

 

Neu: Lehrpfad im Sernitzmoor

Durch Gräben „ausgeblutet“ war die Sernitzniederung, eines der größten Quellmoore Brandenburgs, noch vor einigen Jahren. 15.000 Faschinen, 4.000 Holzpfähle, 15.000 m³ vererdeter Torf sorgen heute dafür, dass dieses Moor, jetzt eine Fläche im Besitz der Succow Stiftung, nass bleibt. Dafür haben viele Menschen sieben Jahre lang im EU-Life-Projekt Schreiadler hart gearbeitet und unter anderem den familienfreundlichen Moorerlebnispfad „Kavelwiesen“ geschaffen.

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Der Lehrpfad zeigt die Folgen der einstigen Entwässerung aber auch, dass die Sernitzniederung mittlerweile wieder ein wichtiger Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten ist. Er erklärt zudem, welche Bedeutung der Wasserstand im Moor und dessen schonende Bewirtschaftung für das Klima haben. Für die im Projekt erworbenen Flächen der Sernitzniederung übernimmt die Succow Stiftung Verantwortung und trägt Sorge für deren nachhaltige Bewirtschaftung, zum Beispiel durch das Beweiden mit Wasserbüffeln.

 

Hochgestapelt im MMM

„Mitmachen im Mannhagener Moor“, kurz MMM – dafür hatte sich dreimal in diesem Jahr die Chance geboten. Um Raum für Hochmoorperlmutfalter, Sonnentau und Moosbeere auf dieser stiftungseigenen Fläche zu schaffen, packten viele Freiwilligen mit an. Es wurde gesägt und gehackt was das Zeug hielt, Büsche und Bäume wurden von den Moorkörpern entfernt und zu hohen Haufen gestapelt. Ein großer Schritt für das Mannhagener Moor und ein großes „Dankeschön“ der Stiftung an alle Helfer! Aber - noch ist das Moor nicht ganz befreit, im Herbst geht‘s weiter mit den Einsätzen und weitere Chancen!

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Das Mannhagener Moor gehört zu den stiftungseigenen Flächen und wird restauriert. Die Arbeitseinsätze sind Teil des Prozesses, der Wollgras, Moosbeere, Sonnentau und Co. wieder mehr Platz auf dem Moorkörper verschaffen soll. Die entfernte Biomasse wurde abtransportiert und zu Hackschnitzeln verarbeitet.
Sie möchten gerne als Freiwilliger die Arbeitseinsätze der Succow-Stiftung und des Greifswald Moor Centrum unterstützen? Wenn Sie Informationen wünschen, schreiben Sie für die Aufnahme in unseren Verteiler eine E-Mail an Sophie Hirschelmann (sophie.hirschelmann(at)succow-stiftung.de). Wir halten Sie gerne auf dem Laufenden.

 

Zukunftsfähige Landnutzung

Pommernschaf, Dunkle Biene und Krummstiel – „Feier die Vielfalt!“

„Feier die Vielfalt!“ heißt es am Sonntag, 11. August von 10-18 Uhr im Freilichtmuseum Klockenhagen beim Fest der Biologischen Vielfalt! Von Pommernschaf bis zum Pommerschen Krummstiel - in diesem Jahr bietet das Fest ein vielfältiges Mitmach-Programm rund um alte Tierarten und Pflanzensorten der Region. Besucher können Äpfel verkosten, den eigenen Wollfaden spinnen oder Sattelschwein und Vorwerkhuhn bestaunen. Hildes Dorforchester sorgt für die Musik und das Theater „Fräulein Brehms Tierleben“ erzählt von Biene und Regenwurm. Alle Köstlichkeiten sind regional und bio. Ein Markt bietet eine Vielfalt an regionalen Erzeugnissen wie Honig, Brot, Fleisch von Ökohöfen und vieles mehr. Alle Gäste zahlen nur den halben Eintritt im Freilichtmuseum.

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Das „Fest der Biologischen Vielfalt“, organisiert von der Michael Succow Stiftung, zeigt biologische Vielfalt, die die regionale Landwirtschaft bereichert und deren Arten und Sorten heute selten geworden sind. Besucher können deshalb beim Insektenzählen gewinnen, Schafwollen in einer Faserbibliothek bestimmen oder das Schwalbenbäuchige Wollschwein und alte Nutztierrassen beim Memory entdecken. Wiesen vernässen und Wasserbüffel auf die Weide bringen, damit können Besucher die Vielfalt von Landschaften beim Naturschutzspiel retten. Für regionale Erfrischung und Genuss gibt es Quiche aus dem Holzofen und Bison vom Grill. Für Konzert-Vielfalt sorgt dazu Rabby n‘ Bosmus aus Rostock.
Beim „Fest der Biologischen Vielfalt“ ehrt die Succow Stiftung außerdem den Gewinner im gleichnamigen Wettbewerb zum „Ort der Biologischen Vielfalt 2019“. Ausgezeichnet wird der Verein Pommernarche für sein Engagement zum Erhalt traditioneller Nutztierrassen und -pflanzensorten und damit für seinen Beitrag zur biologische Vielfalt in der Region.
Das Fest der Biologischen Vielfalt ist Teil des Projektes Schatz an der Küste. Dieses vermittelt Wissen zur biologischen Vielfalt in der Region von Vorpommerscher Boddenlandschaft bis zur Rostocker Heide und sensibilisiert zum Erhalt dieses einzigartigen Naturraumes, einem von 30 Biodiversitäts-Hotspots in Deutschland. Umgesetzt wird „Schatz an der Küste“ durch die Michael Succow Stiftung, die Ostseestiftung und weiteren Partnern. Das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit finanziert den "Schatz an der Küste“.

Schatzküste-Smartphone-App

Den Tanz der Kraniche am Kranorama sehen, einen Küstenlehrpfad auf Hiddensee erwandern oder ein Fledermaushaus in der Rostocker Heide besuchen – das alles ist jetzt möglich mit der neuen Schatzküste-App. Entwickelt hat sie die Succow Stiftung im Verbundprojekt Schatz an der Küste. Mit ihr lassen sich drei Ausflugsziele in der Schatzküste-Region erkunden – von zuhause oder vor Ort. Die Region reicht von der Rostocker Heide, über Fischland-Darß-Zingst.

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Für die Kranichbeobachtungsplattform KRANORAMA am Günzer See, den barrierearmen Wald-Entdeckerpfad Rostocker Heide und den spielerischen Lehrpfad Küstendynamik auf Hiddensee zeigt die Smartphone-App GPS-gestützten Übersichts- und Detailkarten an, wo im Gelände sich Besucher befinden. Tafelinhalte der Lehrpfade kann sie laut vorlesen. Es gibt kurze, ergänzende Animationen mit Fakten zu Lebensräumen, Tier- und Pflanzenarten oder Hörproben der Stimmen von vorkommenden Vögeln, Fröschen und Fledermäusen.
Die Schatzküste-Smartphone-App steht im App-Store Google Play zum Download bereit.

Succow sorgt sich um sein Heimatdorf

Maismiete bei Lüdersdorf (Photo: M. Succow)

Stiftungsgründer Prof. em. Dr. Michael Succow setzt sich derzeit vor allem für eine enkeltaugliche Landwirtschaft ein. Ganz besonders bewegt ihn die Zukunft der Kulturlandschaft in seiner Heimatregion um Lüdersdorf in Ostbrandenburg. Der Stifter war bei seinem Heimatbesuch an den Pfingsttagen erschüttert über den sozialen und ökologischen Zustand dieser alten historisch gewachsenen Kulturlandschaft: „Die Hälfte der einstigen permanenten Gewässer in der Agrarlandschaft sind vollständig ausgetrocknet und tragen Brennesselfluren. Die hohe Lebensfülle dieser Kulturlandschaft, die ich seit meiner Kindheit in meinen „Vogeltagebüchern“ festhielt, gibt es nicht mehr."

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„Die Bodenerosion infolge des Maisanbaus hat nicht vorstellbare Ausmaße angenommen. Die einst stets am Himmel zu sehenden Greifvögel suchte ich vergebens, ebenso Ackerwildkräuter und Schmetterlinge.“ Die Maisschläge umfassen viele 100 ha. Durch industrielle Landnutzung wird in der Region die Biodiversität massiv reduziert, der anthropogen bedingte Klimawandel wird noch weiter angeheizt – nur eine konsequente Agrarwende mit ökologischem Landbau und Humusaufbau kann hier Austrocknung, Erosion, Grundwasserbelastung, Bodendegradierung und Artenverlust entgegenwirken. Zum Thema Landwirtschaft und Klimawandel wird Michael Succow beim Sommerkongress der Fridays for Future Bewegung in Dortmund am 1.8. 2019 sprechen.

Wildnisentwicklung

Bürger für Buchenwälder

Buche in seltenem, alten Bestand (Photo: Succow Stiftung)

Alte Buchen sind wichtig für uns als CO2-Speicher und Garant für Artenvielfalt, außerdem wunderschön, majestätisch und – bedroht. Obwohl fünf deutsche Buchenwaldgebiete vor acht Jahren als UNESCO-Weltnaturerbestätten anerkannt wurden, ist ihr Schutz bundesweit noch immer unzureichend. Mit einem ersten Tag der Buchenwälder hat die BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS) unter der Schirmherrschaft von Stiftungsrat Prof. Hannes Knapp am 25. Juni aufmerksam gemacht.

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‚Alte‘ Buchenwälder mit ihren dicken, stattlichen Bäumen nehmen heute trotz ihres Schutzstatus nur noch 5 % der bundesdeutschen Waldfläche ein. Der BBIWS fordert daher unter anderem einen sofortigen Holzeinschlagstopp in den besonders wertvollen alten Buchenwäldern und eine Neufassung des Bundeswaldgesetzes. Mit seiner Schirmherrschaft für den Tag unterstützt dies Prof. Hannes Knapp, stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrates der Succow Stiftung. Er hatte vor acht Jahren maßgeblich dazu beigetragen, dass wertvolle Buchenwaldgebiete in Deutschland und Europa heute zum UNESCO-Weltnaturerbe zählen. Auch die Naturwald Akademie, ROBIN WOOD und die Waldakademie des bekannten Försters und Buchautors Peter Wohlleben haben sich dem „Tag der Buchenwälder“ angeschlossen. Die Succow Stiftung setzt sich nicht nur in Deutschland für den Schutz alter Wälder ein. In der Ukraine konnte sie kürzlich ein Projekt zur Identifizierung und zum Schutz von alten Wäldern und Urwäldern in den ukrainischen Karpaten abschließen.

 

20 Jahre gefeiert

Mit einem Festakt am 3. Mai 2019 beging die Michael Succow Stiftung ihr 20-jähriges Jubiläum im Greifswalder Alfried Krupp-Wissenschaftskolleg. 250 Gäste waren gekommen, darunter namhafte Politiker, Umweltschützer, Unternehmer und Wissenschaftler u.a. Prof. Dr. Michael Otto, Dieter Mennekes und die Greenpeace Mit-Gründerin Monika Griefahn. Die Stiftungsmitarbeiter hatten sich ins Zeug gelegt, um die facettenreiche Arbeit der Stiftung in vielen, mitunter exotischen Ländern zu zeigen. Gäste konnten beim Naturschützer-Rollenspiel bestehen, Tee auf zentralasiatischen Matten einnehmen oder Bohrkerne hiesiger Moore analysieren. Die internationalen Partner der Michael Succow Stiftung grüßten per YouTube zum Jubiläum der Succow Stiftung. Sie berichteten von einer erfolgreichen Zusammenarbeit in Projekten von der Wiedervernässung von Mooren bis hin zum Schutz winterkalter Wüsten.