Mongolei

Machbarkeitsstudie zur Welterbenominierung der ostmongolischen Steppe

Der außergewöhnlich hohe Grad an Ursprünglichkeit und die weltweit bedeutende Artenvielfalt der Mongolei erfordern den Erhalt ausgedehnter Landschaften in einer Zeit, in der der anthropogene Druck zunimmt. Obwohl das nationale Schutzgebietssystem der Mongolei beeindruckend erscheinen mag, ist seine Wirksamkeit sowohl in Bezug auf Regulierung, Größe als auch Repräsentativität eingeschränkt.

  

Wildtiere außerhalb von Schutzgebieten sind stark gefährdet. Zahlreiche Schlüsselthabitate unterliegen keinerlei Schutzbestimmungen. Während das Biom der Gemäßigten Steppen eines der am stärksten anthropogen veränderten und gleichzeitig am wenigsten geschützte der Welt ist, sind die Steppen der Mongolei bis heute in weitgehend naturnahem Zustand und beherbergen das vollständige Inventar einheimischer Arten. Gleichzeitig sind die mongolischen Steppen Lebensgrundlage der Hälfte der mongolischen Bevölkerung, die vom Pastoralismus leben. Sowohl Flora und Fauna als auch die Lebensgrundlagen der mongolischen Bevölkerung sind jedoch durch zunehmende Rohstoffgewinnung, Transportinfrastruktur und Überweidung bedroht. Dadurch sind sowohl die Naturschätze als auch die traditionelle und nachhaltige Landnutzung gefährdet.

 

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, zur Erhaltung besonders wertvoller Ökosysteme der Gemäßigten Steppen der Ostmongolei beizutragen, indem sie in die Liste der UNESCO Weltnaturerbegebiete aufgenommen werden. Es wird erwartet, dass die internationale Anerkennung zur größeren Sichtbarkeit und zum besseren Schutzes der Gemäßigten Steppen beiträgt. Der erste Schritt auf dem Weg zu einer erfolgreichen Nominierung ist die Durchführung einer umfassenden Machbarkeitsstudie, in der die Potenziale und Perspektiven für eine erfolgreiche Nominierung bewertet werden. Dieses Projekt wird aus Mitteln des Beratungshilfeprogramms (BHP) in den Ländern Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens sowie in anderen Nachbarländern der Europäischen Union des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Es wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) und dem Umweltbundesamt (UBA) betreut.

 

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