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„Lüdersdorf soll leben!“ – aufrüttelnder Film mit Michael Succow

Lüdersdorf ist ein kleiner Ort in Brandenburg, doch Lüdersdorf ist überall! Der heutige Zustand der Landschaft um seinen einstigen Heimatort schockiert den Naturschützer und Alternativen Nobelpreisträger Michael Succow. Mit dem Film „Lüdersdorf soll leben!“ will Michael Succow aufrütteln und die Folgen einer großflächigen industriellen Landwirtschaft aufzeigen, denn die gibt es nicht nur in Lüdersdorf, sondern in ganz Brandenburg, in Deutschland und weltweit. Zur Premiere wurde der Film, gedreht von Regisseur Carsten Krüger, am 13. August im Evangelischen Johanniter Gymnasium im Nachbarort Wriezen gezeigt. Für die über 200 Zuschauer, Schüler und Erwachsene, war klar: Es muss sich etwas ändern!

 

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Wo Michael Succow in seiner Kindheit eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt beobachten konnte, umgeben heute große Felder in Monokulturen mit Mais und Windkraftanlagen den Ort. Die Folgen: Ackerböden sind ausgelaugt und zeigen Erosionsschäden. Lebewesen wie Vögel, Insekten und Regenwürmern sind weitgehend verschwunden. Gewässer und Feuchtgebiete sind ausgetrocknet. Der Grund für diese zerstörte Kulturlandschaft ist für Michael Succow die großflächige industrielle Landwirtschaft, die an Profiten orientiert ist und die Schäden für Gesellschaft und Umwelt ignoriert.
Diese war auch Thema der Podiumsdiskussion nach der Filmpremiere, an der auch zwei lokale Landwirte teilnahmen. Jens Petermann, selbst Bio-Bauer aus Dannenberg, wies auf die ökonomischen Bedingungen für Landwirte hin: „Die Politik hat die Rahmenbedingungen gesetzt, die uns in die Misere geführt haben. Jetzt muss die Politik endlich klar sagen was sie erwartet und fördern will und dringend die Vorgaben entsprechend setzen. Es bringt nichts auf den einzelnen Landwirt zu zeigen.“
Heiner Groß, Vertreter des in Lüdersdorf mit einem konventionellen Landwirtschaftsbetrieb ansässigen Agrarunternehmens, zeigte sich selbstkritisch: “Der Film tut schon auch weh, manches ist zugespitzt und einzelne Details müssen auch richtiggestellt werden. Aber grundsätzlich stelle ich mich der Kritik – wir müssen besser werden! So geht es nicht weiter. Wir befinden uns als Unternehmen auch schon in einem Veränderungsprozess. Wir denken z.B. gerade nach auf empfindlichen Ackerflächen extensives Grünland einzurichten, das von Rindern beweidet wird. Messen sie uns gerne in ein oder zwei Jahren welche Schritte wir dann tatsächlich gegangen sind.“
Dass alle gemeinsam dicke Bretter für bessere Bedingungen für eine verträgliche Landwirtschaft bohren müssen, darin waren sich der Bundestagsabgeordnete und Bio-Bauer Hans-Georg von der Marwitz (CDU), und der Landtagsabgeordnete Axel Vogel (B90/Die Grünen) einig. Auf die Verantwortung und den Beitrag jedes einzelnen Konsumenten für eine verträgliche Landwirtschaft wiesen Hartmut Kretschmer, stellvertretender NABU-Landesvorsitzender in Brandenburg, und Friedhelm Zapf, Anwohner aus Frankenfelde, auf dem Podium hin. Karsten Ilm, Bürgermeister von Wriezen, und viele Einwohner der Gegend ist nach dem Film klar: „Lüdersdorf ist Teil eines lebendigen Wriezen! Wir werden auf unsere uckermärkische Landschaft noch mehr achten!“ Michael Succow stimmt das hoffnungsvoll. Ein großer Dank der Succow Stiftung geht an das Gymnasium Wriezen und die Schülerinnen und Schüler der 12. Klasse, die das Catering übernommen hatten.

Neu: Schatzküste per App

Den Tanz der Kraniche am Kranorama sehen, einen Küstenlehrpfad auf Hiddensee erwandern oder ein Fledermaushaus in der Rostocker Heide besuchen, zuhause oder vor Ort – das ist jetzt möglich mit der neuen Schatzküste-App für's Smarttphone.  Entwickelt hat sie die Succow Stiftung im Verbundprojekt Schatz an der Küste. Mit ihr lassen sich drei Ausflugsziele in der Schatzküste-Region erkunden. Diese reicht von der Rostocker Heide, über Fischland-Darß-Zingst mit umgebender Boddenlandschaft, zur Insel Hiddensee bis nach West-Rügen.

 

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Für die Kranichbeobachtungsplattform KRANORAMA am Günzer See, den barrierearmen Wald-Entdeckerpfad Rostocker Heide und den spielerischen Lehrpfad Küstendynamik auf Hiddensee zeigt die Smartphone-App GPS-gestützten Übersichts- und Detailkarten an, wo im Gelände sich Besucher befinden. Tafelinhalte der Lehrpfade kann sie laut vorlesen. Es gibt kurze, ergänzende Animationen mit Fakten zu Lebensräumen, Tier- und Pflanzenarten oder Hörproben der Stimmen von vorkommenden Vögeln, Fröschen und Fledermäusen. Die Schatzküste-Smartphone-App steht in den App-Stores Google Play und App Store for iOS-Phones zum Download bereit.

20 Jahre!

Die Michael Succow Stiftung eröffnet das Ronald Abraham Haus auf der Insel Koos. Dieses krönt ein Jubiläum, denn 2019 blickt die Stiftung mit Sitz in Greifswald auf ihr 20-jähriges Bestehen zurück. 1999 gegründet vom Naturschützer und Träger des Right Livelihood Awards setzt sie sich seitdem für die Entwicklung von Schutzgebieten in Deutschland und weltweit ein. Als Partner im Greifswald Moor Centrum treibt sie international den Moor- und Klimaschutz voran. Ebenso engagiert sie sich für eine zukunftsfähige Landnutzung, vor Ort rund um Greifswald.

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Mittlerweile auf ca. 30 Mitarbeiter gewachsen war die Stiftung in Projekten der Nationalen und der Internationalen Klimaschutzinitiative der deutschen Regierung tätig wie auch für die Europäische Klimaschutzinitiative und das EU Aid-Programm. Dabei reichen die Tätigkeiten von Wüstenexkursionen zu an Schreibtischen erstellten Nominierungsdokumenten, von Verwalten eigener Flächen zur Entwicklung von Apps, vom Erproben von Technik im Feld bis zur Ausstellungskonzeption. Vor allerm die Teamarbeit extrem motivierter, idealistischer und einsatzbereiter Mitarbeiter hat all dies möglich gemacht. Die Menschen machen die Stiftung aus und sie wissen: Es ist viel gemacht, es gibt noch viel mehr zu tun!

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„RUMOOREN – Kunst trifft Moor!“ - Kunstausstellung

Ganz ungewohnte Perspektiven auf Moore bietet die Kunstausstellung “RUMOOREN!”, die das Greifswald Moor Centrum gemeinsam mit dem Caspar-David-Friedrich-Centrum (Bahnhofstraße 46)  der Universität Greifswald initiiert. Ab der Vernissage am 24. September (18 Uhr) sind die „Moor-Werke“ von 20 Künstlern im CDF-Institut bis zum 8. Oktober zu sehen. Von Torfinstallation bis Moosskulptur sollen die Ausstellungsstücke die öffentliche Wahrnehmung, den Austausch zum Thema „Moor, Klimaschutz und Nutzung“ und die Akzeptanz dazu anregen.
„RUMOOREN!“ ist im Caspar-David-Friedrich Institute vom 25.- 28. September von 8 – 20 Uhr und ab 29. September – 8. Oktober von 12 - 18 Uhr geöffnet.

Ballonreifen und Kettenfahrzeuge – große Technikschau auf dem Greifswalder Markt

Wie sich z.B. Schilf oder Rohrkolben ernten lassen, zeigt eine große Technikausstellung am Mittwoch 27. September von 12.30-14.30 Uhr  auf dem Greifswalder Marktplatz. Erntemaschinen mit riesigen Ballonreifen oder Kettenfahrzeuge für das nachhaltige Bewirtschaften nasser Flächen werden auf trockenem  Pflaster zu sehen sein. Dazu gibt es für alle Interessierten viel Information zu Moor- und Klimaschutz und Paludikultur. 

„Algenfarn bis Wasserminze“ – botanische Ausstellung im Botanischen Garten

Zum Spaziergang durch den Botanischen Garten der Universität Greifswald  lädt die Ausstellung „Algenfarn bis Wasserminze – Paludikultur, Bewirtschaftung nasser Moore“ ein. Sie ergänzt das dortige Paludarium und zeigt auf 40 Tafeln, wie Pflanzen aus Mooren Lebensmittel, Futter, Energieträger und Baustoffe liefern, gleichzeitig das Klima schützen und Biologische Vielfalt garantieren können. Dort lässt sich z.B. erfahren, dass Wollgras zu Kissenfüllung taugt, Sonnentau bei Atemwegserkrankung hilft, Torfmoos Torf im Garten ersetzen kann oder aus Samen der Wassernuss Mehl gewonnen wurde. Der Botanische Garten in der Münterstraße 2 ist wochentags von 9-15:45 Uhr und am Wochenende von 13-15 Uhr geöffnet.

„Deutschlands Moore“ – persönlicher Erlebnisse des Moorschützers Prof. em. Michael Succow

Auf eine Reise von den Regenmooren Nordwestdeutschlands und den Mooren des südlichen Ostseeraumes bis zu denen des Alpenrandes lädt Prof. em. Michael Succow bei einem öffentlichen Abendvortrag am 26. September um 20 Uhr im Hörsaal Loefflerstraße der Universität Greifswald. Der Träger des Alternativen Nobelpreises berichtet von dramatischen Moorschicksalen, der Zerstörung von Moorlandschaften, aber auch von Möglichkeiten ihrer Revitalisierung.