Äthiopien

Entwicklung von Schutzgebietsszenarien in der Awash und Hallaydeghe Region

 

Im semi-ariden Tiefland des Osten Äthiopiens entwickelt die Succow Stiftung Szenarios zur Weiterentwicklung der Awash and Hallaydeghe-Asebot Nationalparke und ihrer besseren Integration in die umliegenden Gebiete. Die Region ist geprägt von weitem Grasland, Akazien- und Dornbuschsavannen und stellt einen Lebensraum für Oryxe, Soemmerring’s Gazellen, Straußen und das bedrohte Grevy Zebra dar. Die Hauptlandnutzung der Bevölkerung in der Region ist nomadische Weidewirtschaft (Pastoralismus) mit Rindern, Kamelen, Schafen und Ziegen.

 

Doch Dürren und Klimawandel, die großflächige Umwandlung von fruchtbaren Böden in Zuckerrohrplantagen und die rasante Verbreitung des invasiven Dornstrauchs Prosopis juliflora führen zu einer zunehmen Verknappung von Weideland, besonders in der Trockenzeit. Das führt zu einer zunehmenden Degradierung der verbliebenen Weiden in der Region und einer immer stärkeren Nutzung der Nationalparke für Beweidung. Die einstige Koexistenz von Wild- und Weidetieren in dieser Region wird immer mehr zur Konkurrenz um Weideland, Futter und Wasserressourcen. Die Populationen der Wildtiere nehmen ab, teilweise wandern Wildtiere ab auf der Suche nach geeigneten Weidegründen.

 

  Wenn die Landflächen immer mehr unter Konkurrenz von Weidenutzung, Zuckerrohranbau und Naturschutz stehen und sowohl Weideland als auch die Gebiete der Nationalparke weiter degradieren, werden Konflikte zwischen den jeweiligen Sektoren zu nehmen und den Erhalt der geschützten Gebiete und Wildtiere unmöglich machen.

 

Die Studie der Succow Stiftung ermittelt gemeinsam mit lokalen Behörden, NGOs und Gemeindevertretern in vier Distrikten Lösungsansätze für die Nutzung der knappen Landressourcen. Maßgeblicher Ansatz ist dabei die partizipative Landnutzungsplanung mit Bevölkerung und Behörden, insbesondere von Weideland, in der die Weideflächen in Regen- und Trockenzeiten für eine bestimmte Anzahl von Herden bestimmt werden. Dies soll die Lebensgrundlage der Pastoralisten stärken und die wertvollen Ökosysteme und Wildtiere erhalten.

 

Das Projekt wird von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) gefördert.

 

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Projektkoordination:

Renée Moreaux, email: renee.moreaux(at)succow-stiftung.de