Armenia

Neuer Wind für Biosphärenreservate in Armenien

Der Südkaukasus ist ein globaler Biodiversitätshotspot. Allerdings geht diese schützenswerte Diversität in alarmierender Geschwindigkeit zurück – insbesondere aufgrund von nicht nachhaltiger Landnutzung. Zugleich sind die Effekte globalen Wandels/des Klimawandels nicht zu übersehen, so nahm etwa in den vergangenen Jahrzehnten das Ausmaß und die Häufigkeit von Starkwetterereignisse drastisch zu.

 

In Armenien ist die Notwendigkeit den Biodiversitätsverlust und die Einflüsse des Klimawandels zu einzudämmen/ anzugehen von nationalem Interesse und wird mit diversen Strategien und Aktionsprogrammen adressiert. Um die natürliche Biodiversität des Landes zu sichern, Umweltbildung zu fördern und eine Basis für Ökotourismus zu schaffen, ist die Regierung Armeniens, nach jahrelanger Vorarbeit durch das UNESCO MAB-Komitee, jüngst verstärkt am Konzept und der Entwicklung von Biosphärenreservaten interessiert.

Die Michael Succow Stiftung, zusammen mit dem armenischen Centre for Ecological-Noosphere Studies (CENS or Ecocentre), einer staatlichen non-profit Organisation, die Grundlagen- und angewandte Wissenschaften mit multidisziplinärem Fokus im Bereich der Ökologie und des Umweltschutzes umsetzen, unterstützen den Etablierungsprozess von UNESCO Biosphärenreservaten in Armenien.

 

Im Rahmen des Projektes “Sustainable regional development in Armenia – an analysis of potentials for UNESCO biosphere reserve establishment” sollen, erste Schritte hin zur Etablierung eines oder mehrerer BRs in Armenien gemacht werden. Dazu werden die Problematiken der Region –  insbesondere die Klimawandelanfälligkeit – berücksichtigend, in einem breit angelegten Screening zunächst Potenziale zur Entwicklung von Biosphärenreservaten (BRs) untersucht werden. Um der konkreten Etablierung von Modellregionen nachhaltiger Entwicklung und der Anpassung an den Klimawandel einen weiteren Schritt näher zu kommen, werden in einen nächsten Schritt vergleichende Machbarkeitsstudien zweier Regionen gemacht.

 

„Dieses Projekt ist Teil der International Climate Initiative (IKI) und wird im Rahmen des GIZ-Vorhabens „Capacity Development for Climate Policy in the countries of South East, Eastern Europe, the South Caucasus and Central Asia, Phase III” umgesetzt. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) fördert diese Initiative aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags.“
 

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Projektkoordination:

Anja Salzer, anja.salzer(at)succow-stiftung.de