Aserbaidschan

Vorbereitung der Ramsar-Nominierung des Sari Su See

Der See Sari Su ist eines der größten stehenden Gewässer des zentralen Tieflandes in Aserbaidschan. Als großer Feuchtgebietskomplex südlich der Kura ist der Sari Su gekennzeichnet durch Schilfflächen und offene Flachwasserbereiche und bietet somit eine große Vielfalt an Brut- und Rastplätzen für eine große Anzahl brütender, rastender und überwinternder Wasservögel. Bisher besteht keinerlei Schutzregime und trotz seiner faunistischen Diversität ist der Sari Su offizielles Jagdgebiet des Nationalen Jagdverbandes.


Im Jahr 2007 wurde der Sari Su See im Rahmen der „Pre-Feasibility Study for NATURA 2000 in Azerbaijan“ von aserbaidschanischen und deutschen Experten umfassend untersucht. Ziel des Projektes war es, die Biodiversität des Sari Su als Feuchtgebiet mit umgebenden Halb-Wüsten und Steppengebieten zu erfassen und zu beurteilen. Dies geschah vor dem Hintergrund, die Grundlagen für eine Ramsar-Bewerbung zu erarbeiten sowie eine solide ökologische Analyse für Entscheidungsträger zu erstellen.

 


Aus den Ergebnissen der Studie wurde deutlich, dass eine Unterschutzstellung des Sari Su sowie ein Aufheben des Status als Jagdgebiet dringend erforderlich sind. Es konnte nachgewiesen werden, dass mehrere Kriterien, die für den Schutzstatus nötig sind, erfüllt sind, und daher eine Ramsar-Nominierung angestrebt werden sollte. Als Ergebnis der Untersuchung wurde dem aserbaidschanischen Ökologieministerium das vollständig ausgefüllte Ramsar-Nominierungsformular übergeben. Das Ministerium begrüßte die Bereitstellung dieser Grundlagendaten und Dokumente und beabsichtigt, den eingeschlagenen Weg einer Ramsar-Nominierung weiter zu gehen.


Ermöglicht wurde die Studie durch die finanzielle Unterstützung der Michael Otto Stiftung und das Ministerium für Ökologie und natürliche Ressourcen, Aserbaidschan.

 

 

                                                                    Michael Otto Stiftung