Moorrestauration Ukraine

Vermeidung von Treibhausgasen durch Wiedervernässung und nachhaltiges Management von Mooren in der Ukraine

 

Etwa 1,4 Million ha der Landfläche der Ukraine sind von Mooren bedeckt. Die meisten von ihnen liegen in den großen Niederungsgebieten der Polessie im Norden des Landes. Zahlreiche Moor- und sonstige Schutzgebiete unterstreichen die Bedeutung der ukrainischen Polessie und ihrer Moore für den Arten- und Ökosystemschutz. Dennoch ist etwa die Hälfte der Moorfläche der Ukraine nach Entwässerung für Torfabbau und Landwirtschaft stark degradiert oder zerstört.

 

Im Rahmen des 2009 begonnenen Projekts “Vermeidung von Treibhausgasen durch Wiedervernässung und nachhaltiges Management von Mooren in der Ukraine” wurden bis zum November 2012 20.000 ha dieser degradierten Moore wiedervernässt. Um die weitere Moor-Wiedervernässung in der Ukraine zu befördern, wurden 10.000 ha zusätzlich für die Wiedervernässung nach Projektende vorbereitet.

 

Entwässerte Moore sind bedeutende Quellen von Treibhausgas-Emissionen. Im Rahmen von internationalen Klimaschutzaktivitäten bieten sich Möglichkeiten zur Wiedervernässung von degradierten Mooren und damit zur Verminderung dieser Emissionen. Solche ökosystem-basierten Klimaschutzmaßnahmen haben vielfachen Nutzen für Klima, Biodiversität und die lokale Bevölkerung.

 

Der lokalen Bevölkerung kommt das Projekt zugute, da die Wahrscheinlichkeit von gesundheitsschädlichen Torffeuern reduziert wird und neue Einkommensquellen aus der nachhaltigen Nutzung der wiedervernässten Flächen und dem Handel mit Emissionszertifikaten entstehen. Ein dafür eingerichteter Kohlenstoff-Fonds soll die Vermarktung der Emissions-Reduktionen ermöglichen und Mittel für das langfristige Management der wiedervernässten Flächen bereitstellen.

 

Um die nachhaltige Sicherung der wiedervernässten Flächen zu gewährleisten, wurden ausgewählte Flächen in das bestehende Schutzgebietssystem der Ukraine integriert. Die Förderung von Moor-Schutzgebieten ist Teil des ukrainischen Engagements zur Schaffung neuer und zur Verbesserung des Mangements bestehender Schutzgebiete  im Rahmen der „LifeWeb“ – Initiative der Convention on Biological Diversity.

 

Das Projekt wurde im Rahmen der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gefördert und gemeinsam von der Royal Society for the Protection of Birds (RSPB, Großbritannien), dem Ukrainischen Bund für Vogelschutz (USPB, Ukraine) und der Michael Succow Stiftung in Kooperation mit der ukrainischen Regierung durchgeführt.

 

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Projektkoordination:

Susanne Bärisch