Ökosystembasiertes Land- und Waldmanagement

Zur Armutsreduktion und als Anpassungsstrategie an den Klimawandel am Unterlauf des Amu Darja (Usbekistan/Turkmenistan)

 

Zentralasien ist eine Region mit zunehmenden Problemen bei der Sicherung der Wasserversorgung von Ökosystemen, Landwirtschaft und Bevölkerung. Durch die Veränderung des Abflussregimes wird ein Rückgang der saisonalen Wasserverfügbarkeit und damit der Bewässerungsflächen, verbunden mit massiven ökonomischen Folgen, erwartet.

 

Der Schutz der Auwälder (mit Biomassevorräten zwischen 16 t/ha und 58 t/ha - bei einem Baumalter von unter 30 Jahren) steht vor großen Herausforderungen durch mehrfache Übernutzung wie intensive Landnutzung, Wasserentnahme aus dem Flussökosystem und Feuerholzentnahme. Diese führen u.a. zu massiver Bodenversalzung, substanzieller Walddegradation und einem reduzierten natürlichen Überflutungsregime führt. Die existierenden oder neu eingerichteten Schutzgebiete kommen ihren Funktionen bisher nicht adäquat nach, bieten aber Potential die Herausforderungen anzugehen.

 

  Das Projekt adressiert eine nachhaltige, klima- und standortangepasste Bewirtschaftung der Naturressourcen am Amu Darja und verbessert damit die Lebensgrundlagen für die Menschen in der Zielregion sowie die ökologische Leistungsfähigkeit des Auen-Naturraumes. Dadurch geht es eines der Kernprobleme der regionalen Kooperation an.

 

Die Restauration von versalzten Böden und der Anbau von halophytischen Büschen und annuellen Pflanzen zur Heunutzung können zum Erreichen verschiedener Ziele führen, beispielweise der Reduktion des Wasserbrauches, einer Verringerung des anthropogenen Drucks auf die natürlichen Habitate und zur Entwicklung von Anpassungsstrategien. Durch das Bereitstellen neuer Einkommensquellen und im Kontext einer Biosphärenreservatsentwicklung wird so eine Modellregion für nachhaltigere Landnutzungspraktiken etabliert und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Natur- und Biodiversitätsschutz gestärkt.

 

Regional ausführende Behörden: in Turkmenistan – Nationales Institut für Wüste, Flora und Fauna (NIDFF) unter dem Naturschutzministerium; in Uzbekistan – NGO KRASS. Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert.

 

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Projektkoordination:

Jens Wunderlich, email: jens.wunderlich(at)succow-stiftung.de